| 28.-29. Januar 10.00-18.00 | Bau-Wochenende in Berlin-Mitte (Anmeldung siehe Angebote) |
| Termine 2011 | |
| 10.-27. November | 22. BERLINER MÄRCHENTAGE 2011 Komplettes Programm (pdf) |
| 9. November 15.30 Uhr | Literaturhaus am Schwanenwik, Hamburg: Catapún chin chin - eine Märchenstunde mit Musik |
| 5.-6. November 10.00-18.00 | Bau-Wochenende in Berlin-Mitte (Anmeldung siehe Angebote) |
| 22.-23. Oktober 10.00-18.00 | Bau-Wochenende in Berlin-Mitte (Anmeldung siehe Angebote) |
| 23.-31. Juli | Internationaler Kurs in Athis-Mons bei Paris |
| 29. Juni 16.00 Uhr | Berlin-Mitte, Brunnenstr. 35, Gartenhaus Herzliche Einladung zur Musizierstunde: Kinder und Erwachsene spielen auf ihren selbstgebauten Bambusflöten! |
| 20.-24. Juni | Hohenwart: 7. Flöten-Wander-Wohlfühltage |
| 28.-29. Mai 10.00-18.00 | Bau-Wochenende in Berlin-Mitte |
| Termine 2010 | |
| 21. Berliner Märchentage 2010 "Vom Rio Grande bis Feuerland"
|
|
| 18.11., 10:00 Uhr | Stadtbibliothek Wriezen MÄRCHEN UND MUSIK |
| 17.11., 11:00 Uhr | Stadtbibliothek Luckau CATAPUN CHIN CHIN |
| 15.11., 9:30 Uhr | Stadtbibliothek Calau MÄRCHEN UND MUSIK |
| 12.11., 18:00 Uhr | Bibliothek am Luisenbad, Berlin-Mitte DER TAPIR UND DER WUNDERBAUM |
| 11.11., 10:00 Uhr | Seniorenheim am Weinbergsweg, Berlin-Mitte ACHIKEE |
| 10.11., 18:00 Uhr | Bröhan-Museum, Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf DIE BRüCKE üBER DAS MEER |
| 10.11., 16:00 Uhr | Bürgerzentrum Oranienburg WIE DIE WARRAU AUF DIE ERDE KAMEN |
| 9.11., 10:00 Uhr | Gottfried-Benn-Bibliothek, Berlin-Steglitz-Zehlendorf CATAPUN CHIN CHIN |
| 4./11./18.11., 16:00 Uhr | Bibliothek am Luisenbad, Berlin-Mitte SELMA UND CURUMINA |
| 12.-16. Mai 2010 | Flöten-Wander-Wohlfühltage in Kempten Anmeldung mit diesem Formular |
| 9.-11. April 2010 | Mitgliederversammlung und Musizierwochenende 2010 in Wetter-Volmarstein (Anmeldung bis spätestens 20.3. bei Elisabeth Hämer: Telefon 02335/61355 oder E-mail e-haemer@t-online.de) Einladung und Programm |
| 13. März ab 13.00 Uhr 14. März ab 10.00 Uhr | Berlin: Kuckucksflötenbau am Musikfestival "Klangwelten" im FEZ Wuhlheide |
| 9./10. Januar 2010 9:00 bis 18:00 Uhr | Gemeindesaal der Gemeinde "Zu den Barfüßern", Kanalstraße 2, 86153 Augsburg: Eine Bambusflöte bauen und darauf spielen lernen |
| Termine 2009 | |
| Adventlich/Weihnachtliche Musiziertermine in Augsburg: | |
| 30.11., 19:00 Uhr | Adventfeier von "Wir sind Kirche" in St. Peter am Perlach |
| 11.12., 15:00 Uhr | Adventgottesdienst des Kath. Deutschen Frauenbundes im Bildungshaus St. Ulrich |
| 12.12., 19:30 Uhr | Adventfeier des Ehepaarkreises bei St. Anna |
| 13.12., 12:00 Uhr | Kleines Kirchenkonzert nach dem Gottesdienst in der Christengemeinde Haunstetterstraße |
| 13.12., 18:00 Uhr | Adventskonzert der Deuringer Chorgemeinschaft in St. Gabriel in Deuringen bei Augsburg |
| 18.12., 19:00 Uhr | Weihnachtsfeier des Lionsclub Augsburg Raetia in "Drei Kaiser" |
| 21.-22. November | Extra-Bau-Wochenende in Berlin-Mitte (es gibt noch freie Plätze!) (Anmeldung siehe Angebote) |
| 12.9. | Bambustag in Weimar Es ist ein Tag rund um den Bambus geplant. Wir werden uns am 12. September 2009 im Coudraysaal der Musikschule Ottmar Gerster treffen, - Zeit ist noch offen - , um Musik von Bambusflöten gespielt zu hören, auch kleine Basteleien und Gerichte in kleinster Form, sollen dann zum Kosten gereicht werden. Geplant ist auch das Ausschmücken des Saales mit Bambuspflanzen, da es ganz in der Nähe von Weimar seit kurzem einen Bambusinteressierten gibt, der alle Arten zusammen trägt als Pflanze. Der Kontakt allerdings wird erst noch hergestellt. Eingeladen sind alle, die gern Musik hören, sich für Bambus und seine Musik interessieren, selber im Programm musizieren möchten oder eine interessante Geschichte rund um den Bambus vortragen möchten. Vielleicht gibt es ja auch einen Tanz über Bambus? Weitere Information und Anmeldung bei Anneliese Scholz telefonisch unter 0162-5455232 oder per Email (anneliese-scholz-at-web-.de) |
| 31.10.-1.11. | Wochenendbaukurs in Berlin-Mitte für Jugendliche und Erwachsene (Anmeldung siehe Angebote) |
| Extrabautage in den Berliner Herbstferien (es gibt noch freie Plätze!) (Anmeldung siehe Angebote) |
|
| 23.10 | Abenteuerspielplatz Humboldthain im Wedding: ab 14 Uhr Kuckucksflöten bauen |
| 26.-27.9. | Wochenendbaukurs in Berlin-Mitte für Jugendliche und Erwachsene (Anmeldung siehe Angebote) |
| 29.-30-8. | Wochenendbaukurs in Berlin-Mitte für Jugendliche und Erwachsene (Anmeldung siehe Angebote) |
| 26.-27.6. | Wochenendbaukurs in Berlin-Mitte für Jugendliche und Erwachsene (Anmeldung siehe Angebote) |
| 10.-14.06. | 5. Flöten-Wander-Wohlfühltage im Bildungshaus St. Raphael in Kempten (www.bildungshaus-st-raphael.de) |
| 23.-24.5. | Wochenendbaukurs in Berlin-Mitte für Jugendliche und Erwachsene (Anmeldung siehe Angebote) |
| 17. Mai 16.00 Uhr | Weimar: Konzert der Musikschule Weimar (u.a. mit Originalkompositionen für Bambusflötenensemble), Weimarhalle, großer Saal |
| 25.-26.4. | Wochenendbaukurs in Berlin-Mitte für Jugendliche und Erwachsene (Anmeldung siehe Angebote) |
| 28.-29.3. | Wochenendbaukurs in Berlin-Mitte für Jugendliche und Erwachsene (Anmeldung siehe Angebote) |
| 21.-22.3. | Instrumente Pur: Kuckucksflötenbau im FEZ im Rahmen des Musikfestivals "Klangwelten" |
| 28.2.-1.3. | Wochenendbaukurs in Berlin-Mitte für Jugendliche und Erwachsene |
| Termine 2008 | |
| 14.Dezember 10.00 | Musik im Gottesdienst für Chor und Bambusflöten Die Zionskirchgemeinde Berlin-Mitte ist zu Gast im Seniorenheim am Weinbergsweg. |
| 6.-23. November | Berliner Märchentage 2008 Das Programm der Bambusflötengilde |
| 21.11. 2008 10.00 Uhr und 19.00 Uhr | Bibliothek am Luisenbad, Travemünder Str. 2, 13357 Berlin-Wedding: LOMDALÄVA |
| 4. Oktober 19.00 Uhr | Zionskirche Berlin-Mitte: Jubiläumskonzert |
| 3.-5. Oktober | Die Bambusflötengilde in Deutschland e.V. feiert ihr zehnjähriges Jubiläum in Berlin. Hier die Einladung und das Programm |
| 26. Juli-3. August | Bienenberg bei Basel: Internationaler Kurs für BambusflötenlehrerInnen mit über 100 TeilnehmerInnen aus 10 Ländern |
| 19.-20. Juli | letzter Baukurs vor den Sommerferien!!! in Berlin-Mitte (Anmeldung siehe Angebote) |
| 13. Juli nachmittags | vor der Zionskirche Berlin-Mitte: Kuckucksflötenbau für Kinder |
| 21.-25. Mai | Kloster Wessobrunn: Flöten - Wander - Wohlfühltage. |
| 27. April 14.00-16.00 Uhr | Messe KinderKult, Erfurt: Stand rund um das Bambusflötenbauen und -spielen |
| 12. März 14.00 Uhr | Gemeindesaal der Zionskirche, Gribenowstr. 16 Berlin-Mitte: im Seniorenkreis stellt das Bambusflötenensemble unter Leitung von Ursula Rothen Kern die Instrumente vor |
| 01./02. März 13.00 | FEZ Wuhlheide, Berlin-Köpenick: Kuckucksflötenbau im Rahmen des Musikfestivals "Klangwelten" |
| Termine 2007 | |
| 16. Dezember 19.30 Uhr | Gottesdienst der Zionskirchgemeinde
im Seniorenheim Weinbergsweg, Berlin-Mitte: Im musikalischen Ausflugsgottesdienst am 3. Advent wird u.a. ein doppelchöriges Werk von Michael Praetorius über den Hymnus "Nun kommt der Heiden Heiland" zu hören sein. Ganz im Sinne des Komponisten wird der Zions Chor zusammen mit dem "stillen und lieblichen Klang" eines Bambusflötenensembles diese Musik von 1607 interpretieren. |
| 7. Dezember 19.30 Uhr | Nassenheide: Brandenburg Märchen und Musik mit Klaus-Dieter Osterburg und Ursula Rothen |
| 6. Dezember 17.00 Uhr | Golgatha Kirche, Borsigstr., Berlin-Mitte: Adventskonzert der Papageno Grundschule mit Chor- und Instrumentalmusik (u.a. Bambusflöten) zum Thema "Licht" |
| 5. Dezember 10.00 | Max Liebermann Haus, Pariserplatz 7, Berlin-Mitte: Weihnächtliche Märchen und Flötenklänge mit Waltraud Kiesler und Ursula Rothen |
| 21. November 19.00 | Gottfried-Benn-Bibliothek, Nentershäuserplatz 1, Berlin-Zehlendorf: Der ungebetene Hochzeitsgast" Heike Grützmacher und Uwe Günzel erzählen Märchen aus Schweden über Trolle, Zwerge, Elfen und dumme Riesen mit Flötenbegleitung. Eintritt frei. Voranmeldung Tel. 902 99 54 58 |
| 17. November 13.00 | Kino Union, Blöschestr. 69, Berlin-Köpenick: Vom alten Riesenhupf" Schwedische Volksmärchen von guten und bösen Trollen, von mutigen, schlauen und freundlichen Menschen erzählen die Märchenerzähler des Projekts "Märchen für Jung und Alt" mit Ingeborg Bartsch und Flötenbegleitung. 60 Min. Eintritt 4.50 Euro, ermäßigt 3 Euro, im Anschluss wird um 14.00 Uhr der Film "Pippi Langstrumpf" gezeigt. |
| 13. November 19.00 Uhr | Villa Elisabeth, Invalidenstr. 3, Berlin-Mitte: DIE GESCHICHTE VOM BISCHOF, DER ZUM PAPST REISTE - auf seiner Reise zum Papst erlebt der Bischof allerlei ungewöhnliche und erstaunliche Dinge. Dieses und weitere Märchen erzählen die Märchenerzähler aus dem Projekt " Märchen für jung und alt", mit u.a. Heike Grützmacher, begleitet von Ursula Rothen-Kern auf Bambusflöten. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten. |
| 13. November 10.00 | Villa Elisabeth, Invalidenstr. 3, Berlin-Mitte: DER ZAUBERTOPF - wunderbare Dinge bringt der Zaubertopf zu den armen Leuten, dafür wandert er sogar bis ins Königsschloss. Was er mit dem König macht, erzählen die Märchenerzähler aus dem Projekt " Märchen für jung und alt", mit u.a. Brigitte Schaller, begleitet von Ursula Rothen-Kern auf Bambusflöten. Eintritt frei, Voranmeldung erforderlich unter www.berliner-maerchentage.de. |
| 11. November 16.00 | Kurt Mühlenhaupt Museum, Bergsdorf: Schwedische Märchen. Klaus-Dieter Osterburg erzählt von Prinzessinnen, mutigen Burschen und Trollen, begleitet von Ursula Rothen-Kern auf Bambusflöten. Eintritt 7 Euro, Kinder (6-16 Jahre) 4 Euro |
| 10. November 16.00 | Orangerie im Schlosspark, Oranienburg: Eröffnung der 18. Berliner Märchentage zu Gast in Brandeburg - mit Märchen und Musik Eintritt 6 Euro, Kinder (6-16 Jahre) 3 Euro, Kartenvorverkauf beim Tourismusverein Oranienburg und Umland e.V., Benefizveranstaltung zu Gunsten des Blindenverbandes Ortsgruppe Oranienburg |
| 18. Oktober 10.00 Uhr | "Wie die Geige entstanden ist" und andere Märchen aus Osteuropa erzählt von Brigitte Schaller, musikalisch begleitet von Ursula Rothen, Bambusflöten im Max-Liebermann-Haus am Pariserplatz, Berlin-Mitte |
| 16.-20.Juli | Eschwege: 5 x 4 Std. 15.00 - 19.00 Uhr Bambusflötenbau und -spielkurs in der Ev. Familienbildungsstätte ESW, An den Anlagen 14a, 37269 Eschwege Anmeldung bei Marita Perels |
| 11. Juli 18.00 Uhr | Berlin-Mitte, Brunnenstr. 35, Gartenhaus: gemeinsames Musizieren: Kinder und Erwachsene spielen auf ihren selbstgebauten Instrumenten |
| 8. Juli 15.00-18.00 Uhr | Zionskirche, Berlin-Mitte: Kinderfest u.a. mit Kuckucksflötenbau, Geschichten mit Musik |
| 6.-10. Juni | Kloster Wessobrunn: Flöten - Wander - Wohlfühltage. Es sind noch Plätze frei, wer hat noch Lust, zu kommen? Interessenten bitte bei Ilse Benning melden! |
| 02. Juni | Augsburg anläßlich einer Doppeltaufe wünscht sich die Großmama Bambusflötenmusik zum Gottesdienst |
| 12.-13. Mai 10-18.00 Uhr | Wochenendkurs in Berlin-Mitte: Bambusflöten bauen und spielen für Erwachsene & Jugendlichen (siehe auch Angebote) |
| 12. Mai 17.00 Uhr | Friedenskirche, Jena: im Rahmen der "Musikalischen Vesper" spielt das Trio Colludentes Vimariensis im Programm "Lieder und Pfeiffengeschichten" u.a. auf Bambusflöten |
| 11. Mai 18.00 Uhr | Augsburg Veranstaltung der Deutsch-Französischen Gesellschaft im Kulturhaus "Abraxas" Die Vorführung einer Französischen Pantomimin wird mit Bambusflötenmusik umrahmt. |
| 7. Mai 17.45 Uhr | Tiefurter Kirche, Weimar: Montagsmusik: Das Trio Colludentes Vimariensis spielt im Programm "Lieder und Pfeiffengeschichten" u.a. auf Bambusflöten |
| 5. Mai 19.30 Uhr | Zionskirche Berlin-Mitte: gregorianisch - barock - romantisch - improvisiert Stimmen, Orgel, Bambusflöten, Saxophon.... |
| 25. April | Gewölbekeller der Stadtbücherei Weimar: das Trio Colludentes Vimariensis spielt bei den Feierlichkeiten zum "Baum des Jahres" u.a. auf Bambusflöten |
| 22. April 18.00 Uhr | "Sternenflug" im Planetarium am Insulaner, Berlin Seglitz: musikalisch-literarischer Abend unter dem Sternenhimmel, Gedichte vom großen und kleinen Glück von Elke Wuhlert, musikalische Begleitung: Heike Richter, Gitarre, Ursula Rothen, Flöten. Platzreservierung mit guter Himmelssicht ab sofort bei: Elke Wuhlert Tel/Fax 030 8226993 e-mail: poesie@achwie.net |
| (9.)/10./11. März | Augsburg: Allgemeine Mitgliederversammlung der Bambusflötengilde in Deutschland e.V. Es gibt ein kulturelles Rahmenprogramm und Privatquartiere - wir hoffen auf rege Teilnahme. Information und Anmeldung bei Ilse Benning. |
| 17./18. März | Kuckucksflötenbau im FEZ Wuhlheide, Berlin-Köpenick |
| 02. Februar | St. Anton: Musik zum Weltgebetstag der Frauen |
Termine 2006 | |
| 14. Dezember 18.00 Uhr | Golgatha Kirche Berlin-Mitte: Weihnachtskonzert der Papageno Grundschule, u.a. mit Kinderbambusflötenensemble |
| 5. Dezember 15.30 Uhr | Café Kapelle, Zionskirchplatz 22-24, 10119 Berlin-Mitte: Brigitte Schaller erzählt Märchen zum Nikolaustag, Musikalische Begleitung: Ursula Rothen |
| 15. November 10.00 Uhr | Bibliothek am Wasserturm, Berlin-Prenzlauer Berg: "Die Geschichte vom armen Stanschu" erzählt Brigitte Schaller begleitet von Ursula Rothen Kern auf der Bambusflöte. berliner-maerchentage.de |
| 09. November 16.00 Uhr | Zionskirche, Berlin-Mitte: "Wie die Geige entstand" Woher die Geige ihren schönen Klang bekam und andere Märchen aus den Donauländern erzählen euch die Mitglieder des Märchenprojektes "Märchen für Jung und Alt" Ursula Rothen Kern begleitet auf der Bambusflöte. berliner-maerchentage.de |
| 09. November 19.00 Uhr | Bröhan-Museum, Berlin-Charlottenburg: "Die Donaukönigin" Märchen und Sagen entlang der Donau. Erzählt von Heike Grützmacher und Uwe Günzel. Mit musikalischer Begleitung auf der Bambusflöte von Ursula Rothen Kern. berliner-maerchentage.de |
| 07. November 20.00 Uhr | Kurt-Tucholsky-Bibliothek, Berlin-Prenzlauer Berg: "Der Fischer und die Donauhexe"
Ein Fischer betört mit seinem schönen Gesang die Donauhexe. Sie lockt ihn zu sich auf den Grund der Donau. Wird er sich befreien können? Dieses und andere Märchen erzählen Heike Grützmacher und Uwe Günzel. Mit Bambusflötenmusik. berliner-maerchentage.de |
| 05. November 15.00 Uhr | Kurt Mühlenhaupt Museum, 16775 Bergsdorf: "Märchen aus den Donauländern im Atelier"
Uralt ist der Menschheitstraum vom Glück. Mit der Donau fließen die märchenhaften Sehnsüchte durch die Länder. Ob ein armer, aber fleißiger Junge und ein kluges Mädchen ihr Glück finden, welche Rolle dabei ein Esel spielt, erzählt Klaus-Dieter Osterburg. Mit musikalischer Begleitung auf der Bambusflöte. berliner-maerchentage.de |
| 04. November 14.30 & 19.00 Uhr | in der Orangerie des Schlosses Oranienburg (Brandenburg): Märchen der Donauländer Mitglieder des Märchenprojektes "Erfahrungswissen älterer Menschen" erzählen aus dem Märchenschatz der Donauländer. Mit musikalischer Begleitung (u.a. Bambusflöten). berliner-maerchentage.de |
| 28.-29. Oktober | Bauwochenende für Erwachsene & Jugendliche in Berlin |
| 14. Oktober 20.00 Uhr | Stadtbad Oderbergerstr. (Prenzlauer Berg): Benefizkonzert für Aidskranke unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Thierse (gregorianischer Gesang, Bambusflötenmusik u.a) |
| 09. September | Zionskirchplatz, Berlin: Lateinamerikanische Musik mit Sonccoyman (Bambusflöten, Gitarre, Charrango, Percussion) |
| 25. Juli-3. August | Internationaler Bambusflötenkurs, Universität Essex, Colchester, UK |
| 14.-18. Juni | Flöten-Wellness-Wandertage in der Umgebung von Augsburg, Gästehaus des Klosters Wessobrunn » Einige Eindrücke |
| 28. Mai 17.00 Uhr | Dorfkirche Stralau, Berlin-Friedrichshain: Barocke, zeitgenössische und lateinamerikanische Musik mit Sonccoyman Frieda Hartmann, Bambusflöten,Percussion/Ursula Rothen, Bambusflöten/David Sandoval, Gitarre, Charango, Percussion |
| 13.-14. Mai | Bambusflöten bauen und spielen in der Landesmusikakademie Berlin Anmeldung: www.landesmusikakademie-berlin.de Ltg: Ursula Rothen Kern |
| 4. Mai 19.30 Uhr | Ungarische Märchen erzählt von Heike Grützmacher und Uwe Günzel, Improvisation auf Bambusflöten (U. Rothen) |
| 29./30. April 10.00-18.00 Uhr | Bambusflöten bauen und spielen, Brunnenstr.35, Berlin |
| 23. April 19.00 Uhr | Konzert mit Zion-Acoustics: Flöten, Saxophon, Orgel... Zionskirche Berlin-Mitte |
| 2. April 17.00 Uhr | Lesung "Sternenstaub" im Planetarium am Insulaner Elke Wuhlert (Gedichte) Heike Richter (Gitarre) Ursula Rothen (Flöten) Juliane Rahloff (Geige) |
| 18.-19. März | Bambusflöten Bau & Spiel an der Kreisvolkshochschule Barnim Regionalstelle Bernau Tel. 03338 762764 Ltg: Ursula Rothen Kern |
| 11.-12. März 14.00-17.00 Uhr | FEZ Wuhlheide, Berlin-Köpenick, Kuckucksflötenbau am Markt der musikalischen Möglichkeiten |
| 3. März | Weltgebetstag mit Bambusflötenmusik, Augsburg |
| 18. Februar | MV des Kneippvereins Augsburg mit Bambusflötenmusik |
| 17. Februar | Missionsveranstaltung in Maria Stern mit Bambusflötenmusik, Augsburg |

Die Bambusflöte und der Computer
Ich bin kein spezieller Computerfreak, beherrsche dieses Gerät auch nicht besonders gut, habe aber doch seine Nützlichkeit beim häuslichen Üben mit der Bambusflöte erkannt.
Da ist zunächst die Möglichkeit, mit einem Mikrophon den Vortrag aufzunehmen und ihn sich dann kritisch anzuhören. Für mich ist das Ergebnis selbst bei Stücken, die ich zu beherrschen glaube, meist sehr enttäuschend. Mitleidlos werden Tempoverstöße hörbar, man bekommt Mitleid, wenn man hört, wie wegen falscher Atemtechnik die Luft knapp wird, Überblastöne springen nicht exakt an, tönen dafür aber etwas zu laut. Beim Spiel in der Gruppe wird das ja alles etwas kompensiert.
Ich habe zusätzlich noch ein Übungsprogramm für den Computer erworben, mit dem ich die Partitur einscannen kann und dann die Möglichkeit habe, mir jede Stimme einzeln oder auch eine beliebige Kombination der Stimmen mit frei wählbarer Geschwindigkeit vorspielen zu lassen.
Zwar muss man je nach Qualität der Partitur immer noch etwas korrigieren, aber dafür bietet das Programm handliche Unterstützung. Speziell für Stücke mit kompliziertem Rhythmus, wechselndem Taktmaß und längeren Pausen einzelner Stimmen ist es für mich die ideale Möglichkeit, auch allein zu üben. Das Gefühl für die richtigen Einsätze kann man ja ansonsten schlecht allein trainieren. Schließlich bietet sich noch die Möglichkeit, (besonders bei vielstimmigen Partituren, bei denen nur zwei oder drei Systeme auf eine Seite passen) ein oder zwei Stimmen separat auszudrucken, so dass das Umblättern reduziert wird.
Ich habe mich schließlich damit abgefunden, dass auch für das Musizieren mit der Bambusflöte, das doch durch den Eigenbau des Instrumentes und den ausschließlichen Einsatz naturbelassener Materialien ganz auf Natürlichkeit ausgerichtet ist, die Zuhilfenahme der modernen Technik hilfreich sein kann.
Gerhard Kiesler
Dem kann ich nur hinzufügen, dass ich als Lehrerin, das Zusammenspiel mit einem so gut vorbereiteten Schüler sehr zu schätzen weiß. "Machs na" stand in meiner Heimatstadt Bern über dem Seitenportal des Münsters... Es lohnt sich!
Internationales
Das große Treffen in Frankreich rückt näher und damit auch die definitive Zusage unsererseits, den Internationalen Kurs 2016 in Deutschland in Zusammenarbeit mit Bambusflöten Schweiz zu organisieren. Von jetzt an ist also eure Mitarbeit sehr gefragt und ich freue mich über Tipps zu Tagungszentren, externen LehrerInnen, DirigentInnen mit Affinität zu unseren Instrumenten und natürlich auch auf eure tatkräftige Mitarbeit. Meldet euch bitte baldmöglichst bei mir, besonders wenn ihr die Möglichkeit zur übernahme eines Amtes wie Finanzen, Sekretariat, Anreisebe-schreibung, Ausflugsmöglichkeiten habt. Bei der Logistik der Organisation, beim Zusammenstellen des Kursprogramms und den übersetzungsarbeiten werden uns die SchweizerInnen bestimmt behilflich sein. Dank e-mail ist es ja leichter geworden, sich über die Ländergrenzen hinweg zu verständigen.
Ursula Rothen Kern
Das Märchen vom Bambus
Es war einmal ein wunderschöner Garten, der lag im Westen des Landes, mitten in einem großen Königreich. Dort pflegte der Herr des Gartens in der Hitze des Tages spazieren zu gehen. Ein edler Bambusbaum war ihm der schönste und liebste von allen Bäumen, Pflanzen und Gewächsen im Garten. Jahr für Jahr wuchs dieser Bambus und wurde immer anmutiger. Er wusste wohl, dass der Herr ihn liebte und seine Freude an ihm hatte.
Eines Tages näherte sich der Herr nachdenklich seinem geliebten Bambus, und in einem Gefühl großer Verehrung neigte sich der Bambus zur Erde. Der Herr sprach zu ihm: "Lieber Bambus, ich brauche dich." Es schien, als sei der Tag aller Tage gekommen, der Tag, für den der Baum geschaffen worden war.
Der Bambus antwortete leise: "Herr, ich bin bereit. Gebrauche mich, wie du willst!"
"Bambus", die Stimme des Herrn war ernst, "um dich zu gebrauchen, muss ich dich beschneiden!"
"Mich beschneiden? Mich - den du Herr, zum schönsten in deinem Garten gemacht hast! Nein, das nicht, bitte nicht! Verwende mich doch zu deiner Freude, Herr, aber bitte beschneide mich nicht!"
"Mein geliebter Bambus", die Stimme des Herrn wurde noch ernster, "wenn ich dich nicht beschneide, kann ich dich nicht gebrauchen."
Im Garten wurde es ganz still. Der Wind hielt den Atem an. Langsam beugte sich der Bambus. Dann flüsterte er: "Herr, wenn du mich nicht gebrauchen kannst, ohne mich zu beschneiden, dann - tu mit mir, wie du willst, und beschneide mich."
"Mein geliebter Bambus, ich muss dir aber auch deine Blätter und äste abschneiden."
"Ach Herr, davor bewahre mich! Zerstöre meine Schönheit - aber lass mir doch bitte Blätter und äste!"
Der Herr antwortete: "Wenn ich sie dir nicht abschneide, kann ich dich nicht gebrauchen."
Die Sonne versteckte ihr Gesicht. Ein Schmetterling flog ängstlich davon. Und der Bambus, zitternd vor dem, was auf ihn zukam, sagte ganz leise: "Herr, schlage sie ab."
"Mein Bambus, ich muss dir noch mehr antun. Ich muss deinen Stamm teilen. Wenn ich das nicht tue, kann ich dich nicht gebrauchen."
Da neigte sich der Bambus zur Erde: "Herr, schneide und teile."
So beschnitt der Herr des Gartens den Bambus, hieb seine äste ab, streifte seine Blätter ab, teilte ihn in zwei Teile, drang bis ins Mark. Dann trug er ihn dahin, wo schon aus einer Quelle frisches, sprudelndes Wasser sprang, mitten in die trockenen Felder. Dort legte der Herr vorsichtig seinen geliebten Bambus auf den Boden. Das eine Ende des abgeschlagenen Stammes verband er mit der Quelle, das andere führte er zu der Wasserrinne im Feld. Die Quelle sang ein Willkommen, und das klare, glitzernde Wasser schoss freudig durch den zerschlagenen Körper des Bambus in den Kanal und floss auf die dürren Felder, die so darauf gewartet hatten. Dann wurde der Reis gepflanzt, und die Tage vergingen, die Saat ging auf, wuchs, und die Erntezeit kam.
Und so wurde der einst so herrliche Bambus zum großen Segen.
Als er noch groß und schön war, wuchs er nur für sich selbst und freute sich an der eigenen Schönheit, aber als er sich hingegeben hatte, wurde er zum Kanal, den der Herr gebrauchte, um sein Land fruchtbar zu machen.
George Dell Britt
Nachklang. Musik aus Bambusrohren
Haben Sie gewusst, dass aus einem Bambusrohr Flötentöne kommen, deren Tonqualität sich mit jedem anderen Holzblasinstrument messen kann? Ich selbst habe 90 Lebensjahre gebraucht, ehe ich zu dieser Erfahrung kam.
Ein Team von vier Damen und einem Herrn unter der Leitung von Frau Benning mit je einer Sopran-, Alt-, Tenor- und zwei Bassflöten faszinierte uns am 8. Februar eine Stunde lang mit seiner Kunst. Voll eleganter Reinheit schwebten die Töne durch die Luft. Die Klangfülle lässt sich mit der von anderen Holzblas-instrumenten messen. Trotzdem wird das Instrument weder im Orchester noch bei der Kammermusik eingesetzt. Fragen Sie in einem Musikladen nach: überall Fehlanzeige. Wollen Sie's dennoch haben, bleibt Ihnen nur eines: Bauen Sie es selbst! Der Grund, warum sich das Instrument nicht im Musikgeschäft
durchsetzt, liegt wahrscheinlich an seinem geringen Tonumfang, nämlich etwa eineinhalb Oktaven. Wir bedanken uns herzlich bei den Mitwirkenden und wünschen Ihnen weiterhin guten Erfolg mit ihrem außergewöhnlichen Programm.
Friedrich Jacobs
Diesen Bericht aus einer Augsburger Seniorenzeitung wollte ich euch nicht vorenthalten!
Was es sonst noch zu berichten gibt:
Die FlötenWanderWohlfühltage in der Oase Steinerskirchen 20. bis 24. Juni, rücken sehr in die Nähe, wir sind eine kleine Besetzung und würden uns über spontane Nachmeldungen freuen! Dass Gerhard aus Berlin wieder dabei sein wird, ist Spitze!!
Ein Baukurs hat stattgefunden, ein nächster findet am 21./22. Mai statt und für Oktober ist wieder einer geplant. Interessenten bitte melden.
Zum Internationalen Sommerkurs in Frankreich, Athis-Mons, werden wir aus Augsburg zu dritt fahren und auch beim festlichen Eröffnungskonzert zu hören sein, natürlich mit Stücken aus der "Tafelmusik" des Barockkomponisten Johann Fischer Augsburgiensis - sehr ansprechende Stücke für Alt, Tenor und Bass. Das Heft gibt es immer noch bei mir zu kaufen!
Ich habe dort einen Baukurs für erweiterte Tenöre übernommen. Meine sechs Teilnehmer kommen aus sechserlei Nationen. Das wird sicher sehr spannend und ich freue mich darauf!
Als neue Gildenmitglieder sind zu begrüßen: Pauline van Royen-Scmidt mit Sohn Andreas!
Ilse Benning
Eindrücke vom Bauen einer Bambusflöte
Seit Anfang des Jahres 2010 habe ich mich für das Spiel auf einer Bambusflöte interessiert und auch Unterricht genommen. Mein Lehrer war ein Instrumentenbauer für Didgeridoos und Bambusflöten. Meine ersten Töne und kleine Melodien spielte ich auf einer G-Flöte. Ich ging damals davon aus, dass ich mir eine Flöte bauen lasse. Es gab Hinweise für mich, dass der Unterricht wohl nicht das richtige für mich war und deshalb habe ich angefangen über Bambusflöten im Internet zu recherchieren. Und so stieß ich auf die Seite der Bambusflötengilde. Was für ein Glück! Mir war schnell klar: Ich baue mir selbst eine Flöte - meine Vorstellung war eine F-Flöte.
Am letzten Juliwochenende reiste ich von Bielefeld nach Berlin, um bei Ursula Rothen Kern meine Flöte zu bauen. Ich staunte über die vielen, vielen Flöteninstrumente, die Ursula in ihrer Werkstatt vorhält und auch über die schönen Bemalungen und Schnitzereien. Aber noch mehr staunte ich, als ich die erste Flöte anblies. Was war das für ein Klang! Warm, ausgewogen, stimmig. Viel schöner als das, was ich auf der geliehenen G-Flöte an Tönen gehört hatte. Und zu meinem größten Erstaunen entschied ich mich, nach etlichem Probieren, eine Tenorflöte in C zu bauen!
Es war ein gelungener Baukurs! Und ich habe nun eine Flöte mit einem warmen schönen Klang, wie mir von Freunden bestätigt wird. Ursula hat uns vier Bauerinnen mit viel Know-how, handwerklichem Geschick und einem feinen Gehör begleitet. Jede von uns hat am Ende des Kurses eine klasse Flöte mit nach Hause genommen. Zudem ein Mappe mit Grifftabelle, Spielhinweise und Noten für kleine Stücke. Meine Flöte hat noch eine künstlerisch Aufwertung erfahren: Nach Vorlage eines japanisches Holzschnittes habe ich mit Tusche einen märchenhaften Vogel auf den Bereich unterhalb des Fensters gezeichnet. Für mich als Märchenerzählerin ist es der Vogel Phönix, der für Wandlung und ewige Erneuerung steht.
Noch wird es eine Zeit dauern, bis ich mit meinem Spielen soweit bin und es wage auf der Tenorflöte für mein Publikum zu spielen. Mein Hauptinstrument zur Begleitung meiner Märchenabende ist und bleibt meine keltische Harfe. Aber die Bambusflöte ist eine schöne klangvolle Ergänzung!
Simone Warken
Liepe...
...das wunderschöne, kleine Haus von Barbara Wirth in Brandenburg. Eine warme Oase in einer kalten Zeit. Der Holzofen brennt.
Wir durften 2 Tage die Ruhe und den Frieden im Einklang mit der Natur genießen. Dazwischen erklangen immer wieder die Bambusflöten. Wir haben uns richtig ins Zeug gelegt und geprobt, geprobt und geprobt. Auch wenn das Zusammenspiel von Bambusflöten und meiner Percussion anfangs nicht so harmoniert hat, haben wir uns doch zusammen-gerauft und ein tolles Programm für den bevorstehenden Auftritt in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin-Wedding einstudiert.
Lateinamerikanische Musik aus Peru, Bolivien, Chile, Argentinien und Brasilien standen auf dem Übungsprogramm, und nach ausgiebigen, erholsamen Mahlzeiten und Spaziergängen konnten wir uns wieder vor dem lodernden Ofenfeuer zum Üben konzentrieren.
Diese schönen Stunden werde ich in Erinnerung behalten
Christian Kern
Märchen und Musik
Am 15. und 18. 11. 2010 haben Ursula und ich in Calau und Wriezen eine Märchenstunde mit Musik gestaltet.
Die Bambusflötenklänge haben auf wundervolle Art in die Märchenwelt hineingeführt.
Im indianischen Märchen vom Flötenbaum haben die Kinder in märchenhaften Bildern erfahren, wie man eine Flöte herstellt.
Ich möchte den Erzählfaden dieses Märchens hier kurz beschreiben:
In alten Zeiten gab es bei den Indianern noch keine Flöten. Sie kannten nur Trommeln, nach denen sie tanzten und Schwirrhölzer, um nach einer langen Trockenzeit den Regen herbeizurufen.
Einmal war ein junger Jäger auf der Jagd. Er geriet immer tiefer in den Wald und musste übernachten. Er hörte die Laute der Nachttiere und auch in der Ferne leise noch nie gehörte schöne Melodien. Er schlief ein und im Traum hörte er wieder diese feine Melodie und ein Specht sprach zu ihm: " Wenn du das Geheimnis dieser Melodie entdecken willst, so musst du mir folgen."
Als er am nächsten Morgen erwachte, saß der Specht, der schon im Traum zu ihm gesprochen hatte, vor ihm auf einem Ast, schlug mit den Flügeln und rief: "Folge mir!"
Der Indianer folgte ihm durch den Wald, bis der Specht sich auf einem alten toten Ast einer Zeder niederließ, gegen den Ast klopfte und hämmerte. Plötzlich kam ein Wind auf und in dem Moment erklangen wieder die geheimnisvollen Töne. Da erkannte der junge Indianer, dass der Wind diese Klänge hervorzauberte, wenn er durch den hohlen Ast blies, den der Specht mit seinem Schnabel durchlöchert hatte.
In der folgenden Nacht kam der Specht wieder im Traum zum Indianer und erklärte ihm, wie er sich eine richtige Flöte bauen konnte.
Der Indianer baute nach diesen Anweisungen seine Flöte und gewann mit seinem Flötenspiel das Herz einer Häuptlingstochter.
Seit dieser Zeit gilt die Flöte als Instrument der Liebe.
Brigitte Schaller
Wir waren wieder gut beschäftigt!
Beatrix Moos hat im September ihren 80. Geburtstag festlich begangen, natürlich wollte sie auch die Bambusflöten dabei haben.
Einen Seniorennachmittag im Städtischen Hospitalstift mit Texten von Matthias Claudius, die wir musikalisch umrahmten, war der nächste Termin im September.
Das Blockflöten/Bambusflöten-Projekt (doppelchörig) hat im Oktober seinen Abschluss gefunden: Schütz: Lobe den Herren meine Seele und Viadanna: La Cremonese haben wir anlässlich des 155. Jubiläums der Evangelischen Diakonissenanstalt Augsburg beim Festkonzert musiziert - letztendlich doch eine erfreuliche Erfahrung nach einer ziemlich langen und mühsamen Probenphase, die uns wenig Zeit für andere Vorhaben gelassen hat.
Im Dezember natürlich wieder Adventsveranstaltungen, jetzt schon traditionell in der wunderschönen Kirche St.Peter am Perlachberg
beim Gottesdienst von "Wir sind Kirche", bei der Adventsfeier der CSU-Senioren...
"das ist ja mal was anderes, da kann man ja zuhören!"
...und - heuer zum zweiten mal - bei der Adventsandacht des Katholischen Frauenbundes.
Seit Christina Netzler nicht mehr mitspielen kann, weil ihr die Wege zu beschwerlich geworden sind, ist mein Mann in die Bresche gesprungen, er spielt zu meiner Freude jetzt regelmäßig mit!
Mein Plan, möglichst viele Teilnehmer zum Internationalen Flötenkurs nach Frankreich zu locken ist nur sehr bedingt aufgegangen. Wir werden zu viert in Athis-Mons dabei sein, immerhin. Aber auch meine Absicht, deshalb diesmal keine Flöten-Wander-Wohlfühltage abzuhalten ist durchkreuzt worden:
Es wird auch 2011 die Flöten-Wander-Wohlfühltage geben.
Die Organisation hat Barbara Müller übernommen (wofür ich ihr sehr dankbar bin).
Herzlich Einladung zu dieser Veranstaltung, die voraussichtlich wieder über Fronleichnam stattfinden wird.
Für Ende Januar plane ich einen Baukurs, voraussichtlich wird ein zweiter im Februar stattfinden, genaue Daten können bei mir erfragt werden.
Ihr seht: das Neue Jahr ist voll im Gang! Ich wünsche uns und euch viele gute gemeinsame Erfahrungen mit unseren so ganz besonderen Flöten
Ein Nachruf
Meine langjährige Kollegin und enge Freundin Ingeborg Hink ist im Oktober nach Gott
sei Dank nicht allzu langer Krankheit, kurz nach ihrem 75. Geburtstag verstorben.
Sie war eine wichtige Stütze der österreichischen Bambusflötengilde, manche von uns
werden sie kennen gelernt haben. Ich vermisse sie sehr.
Ilse Benning
Eindrücke vom Bauen einer Bambusflöte (pdf) von Märchenerzählerin Simone Warken
Berlin: Ein schöner Sommer in der Großstadt
Nachdem immer mehr viele junge Gäste die Hauptstadt bevölkern, gibt es auch vom Berliner Bambusflötennachwuchs einiges zu berichten:
In 2 Gruppen besuchten ca. 40 Kita-Kinder die Bambusflötenwerkstatt an der Brunnenstraße. Mit Begeisterung bauten die kleinen HandwerkerInnen ihre eigenen Bambusrasseln und für den Kindergarten 5 Guiros, die beim Musizieren in der Einrichtung intensiv genutzt werden.
Die 26 Kinder der 4a einer Pankower Grundschule stellten vor der versammelten Elternschaft 3-stimmig mit dem Lied "hot cross buns" ihre Altflöten vor. Obwohl mir der Kurs viel Freude bereitete, gibt es für die nächsten Projekte einige Verbesserungsvorschläge zu beachten: - Ohne Zeitdruck arbeiten - Wenn möglich mehrere WerkstatthelferInnen (Eltern, Lehrer, Erzieher) einsetzen: für ca. 4 -5 Kinder eine BetreuerIn - Mindestens 5 Minuten tägliches gemeinsames Flötenspielen in der Schule
Unser Trio "Sonccoyman" (Bambusflöten, Gitarre/Charango/Percussion) spielte am Sommerfest in der Zionskirche, am Märchentag in der Sophienkirche und als überraschungsgast am Abschiedsfest einer deutsch-chilenischen Familie, die nach Valparaiso in Chile umziehen.
In einem Baukurs entstanden eine Alt-, Bassflöte und 2 Tenorflöten. Die Märchenerzählerinnen aus Bielefeld und Berlin möchten in Zukunft bei Auftritten ihre Bambusflöten einsetzen.
Am 19. 9. wurde aus der Zionskirche der Gottesdienst vom ZDF live übertragen, der jetzt im Internet abrufbar ist. Als Begleitmusik zur Predigt erklang die Bassbambusflöte.
Ein Musiklehrer der Waldorfschule Hannover hat sich bei einem Praktikum in den Niederlanden von der Bambusflötenpädagogik überzeugen lassen und will diese möglichst bald an seiner Schule einführen. Hier in Berlin wird in den Herbstferien ein 2-tägiger Baukurs angeboten!
Information und sofortige Anmeldung unter 030 46 06 85 16 oder bamburk@gmx.de
Ursula Rothen Kern
Aussichten
Da wir in Zusammenarbeit mit "Bambusflöten Schweiz" für die Organisation des Internationalen Bambusflötenkurses 2016 in Deutschland angefragt wurden, habe ich mit dem aus Wales stammenden Berliner Organisten Nigel Hurley (*1969) Kontakt aufgenommen. Vor kurzer Zeit brachte er mir dann eine bis zu 6-stimmige, 7-seitige Komposition "A prayer for Pipes", die in der Zionskirche mit Bambusflöte und Orgelbegleitung beeindruckend klang. Bald werden wir mit der schweizerischen Editions- und Musikkomission Kontakt aufnehmen.
An den 21. Berliner Märchentagen 2010 "Vom Rio Grande bis Feuerland" wird immer wieder lateinamerikanische Bambusflötenmusik zu hören sein.
Aufgrund von Anfragen der Humboldt- und Technischen Universität werden wir uns bei der Universität der Künste (UdK Berlin) nach einer Kooperation bezüglich unserer Ausbildung erkundigen.
Neue Ideen und Mitarbeit sind jederzeit willkommen.
Ursula Rothen Kern

Internationales
Bausymposium vom 12.-16. April in Halsway Manor
Nach längerer Pause fand wieder einmal ein internationales Bausymposium statt. Die Briten hatten die Organisation übernommen und einen wunderbaren alten Herrensitz in der Nähe von Taunton gemietet. In der Vorbereitungsphase hatten sie nach Themen gefragt. Ergebnis: halberweiterte Flöten und Tonqualität. Vor Ort kam noch dazu: Möglichkeiten, Klappen zu bauen.
Als Teilnehmerinnen waren Charlotte aus den USA, Annie und Nicole aus Frankreich, Anna und Regina aus der Schweiz, Ursula und ich aus Deutschland und Mary und Angela aus Großbritanien anwesend. Mary war selten in der Werkstatt, da sie sich mit der Organisation der Tagung beschäftigte. Aus den Niederlanden kam leider niemand.
Angela betreute Tom Beets, einen hervorragenden Blockflötenspieler, der mit dem weltweit bekannten Flandres Recorder Quartet die für Bambusflöten komponierte Williams-Suite auf den originalen Instrumenten aufführen will. Er machte sich mit Bambusflöten vertraut und baute mit großer Begeisterung eine erweiterte Tenorflöte.
Anna aus der Schweiz hatte zwei Tenorflöten mit extremen Durchmessern gebaut, um damit Erfahrungen zu sammeln. Die Tenorflöte aus einem Bassrohr war gelungen, diejenige aus einem Altrohr war problematisch. Außerdem hatte sie Sopraninoflöten mit einem runden Fenster erprobt, welche - für Kinder und große Gruppen - einfacher herzustellen sind.
Die Idee wurde mit großem Interesse aufgegriffen, einige bauten diese Instrumente nach und dabei entstand auch meine Sopranflöte.
Da ich weder mit halberweiterten Flöten, mit der Tonqualität noch mit dem Klappenbau Probleme habe, musste ich mir andere Aufgaben suchen. Also stürzte ich mich mit Annas Erlaubnis auf die überschlanke Tenorflöte. Der Ton war sehr leise und unbefriedigend, die überblastöne waren hoffnungslos zu tief, obwohl Anna die Löcher schon an verschiedenen Stellen platziert und sogar Regulierungsstäbchen eingebaut hatte. Die Aufgabe, die Flöte zu korrigieren, reizte mich sehr und ich war mit meiner Methode erfolgreich: das unterste Loch kam auf vier untere Innendurchmesser, in diesem Fall war das sehr weit unten und es wurde ein entsprechend großes Loch, welches jedoch die Tonqualität verbesserte. Das dritte Loch kam auf das dritte Achtel = saubere Mollterz. Nun war aber das erste Loch so weit entfernt, dass ich eine Klappe machen musste - ich hatte Trommelleder und das übrige Material mitgebracht. Den optimalen Platz für das zweite Loch suchte ich nicht mehr, da das Rohr an dieser Stelle schon zu sehr durchlöchert war und eine gründliche Sanierung benötigt hätte.
Als dann meine "Rundfensterflöte" fertig war, baute ich eine Indianerflöte mit Aussenkanal als Modell. Es waren zwar keine optimalen Rohre dafür da, aber wie es funktionierte, konnte ausprobiert werden. Besonders die Schweizerinnen, welche vorwiegend mit Kindergruppen arbeiten, waren davon sehr begeistert. Sie werden es beim nächsten Bautreff in der Schweiz vorstellen.
Die Idee, Vergleichsflöten zu bauen, um die beste Methode für den besten Ton zu finden, wurde nicht weiter verfolgt.
Annie (F) und Tom Beets bauten sich je eine erweiterte Alt- und Tenorflöte ohne Ajustement, jedoch mit Hilfe des oberen Knotens an idealer Stelle.
Anna (CH) wollte einen Tenor nach meiner Methode bauen, hatte aber ein völlig ungeeignetes Rohr (Knoten in der Mitte) Ergebnis: unbefriedigend.
Charlotte sammelte hauptsächlich Maße von Instrumenten und machte dazu Aufzeichnungen.
Für ein zukünftiges Symposium soll an erweiterten Flöten ohne Einsatzstücke gearbeitet und geforscht werden - für mich ein spannendes Thema.
Ilse Benning
5-Länder-Gesprächsrunde in Halsway
Noch selten habe ich eine so kreative Sitzung erlebt wie im Bibliotheksraum des Englischen Zentrums für traditionelle Tanzmusik und Volkslieder. Alles schien diesmal zu stimmen: das schöne Frühlingswetter, die Atmosphäre unter uns, im Landgut und in der lieblichen Umgebung.
Nicht einmal die Aschewolke aus Island konnte unseren Blick für neue Ideen trüben.
Da sich alle Gilden Sorgen um die Zukunft machen, möchten wir die Zusammenarbeit verbessern, um bald folgende Vorschläge umzusetzen (Auch eure Beiträge und Wünsche sind jederzeit willkommen!):
Länderübergreifende Kurse in Freizeitzentren
Aktivferien mit Bambusflöten unter Themen wie
- Musik und Tourismus
- Musik und Sprachenlernen
- Musik und französische Küche
Kurse an Seniorenuniversitäten
Gegenseitige Hilfe bei der Ausbildung von Lehrkräften
Mit einem gemeinsamen Internetauftritt in 3 Sprachen, in welchem Termine aus den verschiedenen Ländern veröffentlicht werden, sollen neue Menschen angesprochen werden.
Ein gemeinsames Video soll unsere Arbeit in all ihren Facetten darstellen und auch als "Clips" auf You Tube aufgeschaltet werden. (In Halsway haben wir bereits damit begonnen, ein "storyboard" zu erstellen als Arbeitsunterlage für die Internationale Föderation.)
Nächstes Jahr sollen am Internationalen Kurs vom 23.-31. Juli 2011 in Athis-Mont bei Paris die ersten Aufnahmen gemacht werden.
Weitere Kurse in Halsway Manor: 14.-16. Oktober 2011 Herbstspieltage
Für Spontane gibt es noch 3 Plätze im Sommerkurs vom 11.-16.August in Duchingham, GB.
Ursula Rothen Kern
Bericht des neuen "Botschafters der Bambusflöte" oder Bambusflöten bald auf Welttournée ? mit www.flanders-recorder-quartet.be
Seit Jahren träume ich von einer "historischen" Aufführung meines Lieblingsstückes, der "Suite for pipes", die Ralph Vaughan Williams 1939 für "pipes" geschrieben hatte, ein seltsam altes Synonym für Blockflöten, so habe ich immer gedacht. Aber nein, die Wahrheit brachte mich zu einem Symposium in Somerset, GB, wo ich 4 wunderbare Tage verbrachte. War es die atemberaubende Umgebung von grünen Hügeln und Schafen? Könnte sein, aber nein. War es das Feierabendbier? Weder noch.
Es waren die weichen Klänge der Bambusflöten, die mir am meisten gefielen. Ein einfaches Instrument, jedoch bemerkenswert in seiner urtümlichen Gestalt (mmm), welches in so vielen Farben, Schattierungen und Feinheiten erklingen kann. Es war aber nicht nur der Klang, der mich beeindruckte.
Es war vor allem die handwerkliche Geschicklichkeit der Kursteilnehmer, die mich faszinierte.
Mit der gleichen Hingabe und Achtung vor dem Material wie professionelle Blasinstrumentenbauer hielten sie Ausschau nach neuen Horizonten, die es beim Bambus zu entdecken gibt. Eine Suche nach Nuancen, besserer Ansprache, kräftigeren Grundtönen, die Kunst der Artikulation und des Spiels im obersten Register der Flöte... eindrucksvoll!
Ein paar Tage und einige Aschewolken später als geplant, kam ich aus Großbritannien nach Hause. Und ich halte in meinen Händen das "Prunkstück" eines erweiterten Tenors aus einem - wie mir gesagt wurde - chinesischen Bambusrohr mit dem Namen Phyllostachys nigra 'boryana'.
Ich kann es kaum erwarten, eine weitere Flöte zu bauen... aber wo gibt es Werkzeug und guten Bambus? Ich werde mich wohl selbst organisieren müssen, um einziger aktiver Bambusflötenbauer in Belgien zu werden.
Tom Beets, Leuven, Belgien
Kempten / Berlin: Zu Besuch aus Berlin bei den Flöten-Wander-Wohlfühltagen in Bayern
In jedem Jahr kamen die freundlichen Einladungen zu den Flöten-Wander-Wohlfühltagen sowie die Berichterstattung darüber zu uns nach Berlin, in diesem Jahr konnte ich die Einladung wahrnehmen und machte mich auf die Reise nach Kempten.
Ein erster Rundgang durch das Bildungshaus St. Raphael - ich war schon am Vormittag angereist - vermittelt den Eindruck, dass die Anlage recht ideal ausgewählt ist: ein ruhiges Haus, komfortabel eingerichtet, ein herrlicher kleiner Park (bei entsprechendem Wetter hätte man hier sicher auch gut musizieren können).
Nach der Begrüßung in gemütlicher Kaffeerunde dann das erste "Zusammenspiel", ich hatte etwas Mühe, ich musste mich kurzfristig auf Alt-Flöte umstellen, da wir in Berlin Sopran und Tenor auf C-Flöten spielen. Aber es klappte bald ganz prima, zumal wir sehr viel Zeit beim Musizieren verbringen konnten, das Wetter hielt uns dazu an, das Flöten und Wohlfühlen in den Vordergrund zu stellen. Für das Wandern nutzten wir die zwei Regenpausen zu einem fröhlichen Frühlingsspaziergang und zu einem Stadtbummel mit exklusiver Führung aus.
Zum Abschluss durften wir dann den Sonntagsgottesdienst in der kleinen Kapelle des Stiftes mitgestalten.
Ich habe mich an den 5 Tagen sehr wohl gefühlt, die weite Reise aus Berlin hat sich gelohnt.
Besonders möchte ich mich noch bei Ilse Benning bedanken für Ihren Einsatz trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit, ich hoffe, sie hat sich nicht übernommen und inzwischen wieder gut erholt.
Gerhard Kiesler
Wetter-Volmarstein : Bericht vom Mitgliedertreffen am 9.4. 2010
Am Wochenende nach Ostern kamen die Mitglieder der deutschen Bambusflötengilde in das Erholungsgebiet südlich der Ruhr nach Wetter-Volmarstein.
Leider waren außer dem Vorstand lediglich 3 weitere Mitglieder der Einladung gefolgt, so dass wir nur in kleiner Runde waren. Daher fand die Mitgliederversammlung in der Wohnung der Schriftführerin statt.
Der Vorstand war bereits einen Tag vorher angereist. Alle formalen Dinge konnten zügig abgewickelt werden, und es blieb noch genügend Zeit zum gemeinsamen Musizieren und Reparieren von Flöten.
Bei der Mitgliederversammlung wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder Ilse Benning und Elisabeth Hämer wieder gewählt als Kassenführerin bzw. Schriftführerin.
Zur Kassenprüferin wurde Barbara Wirth gewählt.
Die nächste Mitgliederversammlung soll vom 13.-15.4. 2012 in Weimar stattfinden.
Um unser Vorhaben, am Sonntag den Gottesdienst der ev. Kirchengemeinde mitzugestalten, verwirklichen zu können, probten wir die verschiedensten Werke und wählten dann schließlich aus, was geeignet erschien: "Der Winter ist vergangen" und "Gebet" aus dem Melkendorfer Flötenbüchlein, "Canonetto" von B. Fernley und "Erst nachtn ...".
Am Samstagvormittag wurde intensiv geprobt. Danach ging es ins Dorfcafé und anschließend zur Kirchenführung. Die Küsterin der Gemeinde konnte die mehr als 900 Jahre alte Baugeschichte und die Einrichtung der Kirche ansprechend darstellen und leitete uns an zu eigenen Entdeckungsreisen. Nach dem Kaffeetrinken führte uns ein Ausflug ins Muttental, der "Wiege des heimischen Bergbaus". Wir besichtigten einen Stollen und erfuhren vieles über die Entstehung der Kohle, über den Abbau in verschiedenen Jahrhunderten, über Geräte und über das Leben der Bergleute. Die anschließende Wanderung auf dem bergbaugeschichtlichen Lehrpfad führte an historischen oder wieder hergerichteten Stolleneingängen, Geräten, Maschinen, einem Bethaus und anderen Stationen vorbei. Es ist heute kaum noch vorstellbar, dass sich von diesem idyllischen Tal aus der Bergbau weiterentwickelte und dann in den letzten beiden Jahrhunderten die Region nördlich der Ruhr zu einem der größten Industriegebiete Europas veränderte. Inzwischen hat im Ruhrgebiet ein großer Strukturwandel stattgefunden, und es gibt nur noch 4 Zechen.
Am Sonntagmorgen konnten wir unsere geübten Stücke im Gottesdienst einbringen und hörten, dass unsere Musik großen Anklang fand.
Zum Schluss hieß es dann: Auf Wiedersehen in Athis-Mons beim Internationalen Kurs 2011 oder beim Mitgliedertreffen in Weimar 2012.
Elisabeth Hämer
Aus dem Gildenbrief Nr. 27, Februar 2010
Es war wieder ein Quartal mit reichlich Terminen!
Am 14. November hat die österreichische Bambusflötengilde ihr 50-Jähriges Jubiläum gefeiert, und ich habe mich kurzfristig entschlossen, in Wien dabei zu sein. Es war ein sehr liebevoll gestaltetes Fest in einem Schulfestsaal mit vielen Ausstellungstischen, Fotos, Uraufführung eines Auftragswerkes, Ehrungen und einem wundervollen kalten Buffett. Es hat mir gut getan, mit meiner Ursprunggilde zu feiern, und der unvorhergesehene Empfang war mehr als herzlich. Die Deutsche Gilde war somit vertreten. Von vielen anderen Gilden waren Grußbotschaften eingetroffen. Annemarie Reichard aus der Schweiz, die die Bambusflöte nach österreich importiert hat, konnte leider nicht dabei sein, mit 82 Jahren war ihr die Reise doch zu mühsam.
Unser Auftritt am 24.11. im städtischen Seniorenheim"Hospitalstift"mit Gedichten von Wilhelm Busch und Sätzen aus den Tanzfolgen 1 und 3 von Michael Praetorius fand unerwartet sehr viel Aufmerksamkeit. Eine neu eingestellte Referentin für die Städtischen Senioren- und Pflegeheime wurde von unserer Veranstaltung informiert und schickte die Presse. Das (erfreuliche) Ergebnis ist schon seit einiger Zeitauf unserer Homepage www.bambusfloetengil.de zu finden!
Am 30.11. war dann das erste adventliche Programm gefragt beim Adventsgottesdienst von "Wir sind Kirche" traditionell in St.Peter am Perlach, der heuer ganz besonders gut besucht war. Weil der "Stammtenor" der Dienstagsgruppe krankheitsbedingt ausgefallen war, musste ein "Leihtenor" von der Mittwochgruppe einspringen... aber es ist gut über die Bühne gegangen.
Schon am 11.12. haben wir mit demselben Programm (französiche Weihnachtslieder) den Adventsgottesdienst des Katholischen Frauenbundes mitgestaltet - wir sind für 2010 dafür schon wieder engagiert! (Um Irmgards Nerven zu schonen, hat mein Mann - ausnahmsweise - den Tenor verstärkt.)
Am 13.12. hatte Katharina von der Mittwochsgruppe in der Christengemeinde, der sie angehört ein "Weihnachtliches Konzert" nach dem Gottedienst angekündigt. Mit Texten und viel weihnachtlicher Musik aus vielerlei Ländern haben wir den Zuhörern "heuer die schönste Weihnachtsfeier" geboten - für die Spielerinnen ein sehr motivierendes Erlebnis.
Am Abend des selben Tages war dann meine dritte Gruppe, das Trio, im Einsatz. Wir durften beim Adventskonzert des Deuringer Singkreises mitwirken - neben mehreren Chören und Vokalensembles.
Und - last not least - hat am 18.12. wieder das Trio die Weihnachtsfeier des Lionsclubs Augsburg Raetia mit einer kurzen musikalischen Einlage festlich gestaltet. Meine Bedenken, vor einem doch sehr anspruchsvollen Publikum zu musizieren, waren unnötig. Wir haben Bewunderung und echte Begeisterung ausgelöst. Dieser Sound war etwas Neues.
Gut, dass jetz im Neuen Jahr etwas Ruhe einkehren kann - nur etwas. Zum Weltgebetstag sollen wir heuer nicht mit den Flöten, sondern mit Percussionsinstrumenten musizieren -mal sehen, wie das wird.
Dafür läuft seit Oktober ein Projekt mit eine Blockflötengruppe. Wir werden doppelchörig musizieren, Chor I die Blockflöten, Chor II die Bambusflöten. Die anfängliche Skepsis bei den Blockflöterinnen war schnell überwunden, es geht wunderbar!
Und eine Blockflötenspielerin hat sich gleich zu einem Baukurs angemeldet. Der hat am 9./10. Januar im Gemeindesaal der Barfüssergemeinde stattgefunden - viele von euch kennen ihn. Sechs TeilnehmerInnen haben zwei Bässe, einen Tenor, zwei Altflöten und einen Sopran gebaut. Das neue Quartett will sich 14täglich treffen...
Vielleicht haben wir dann auch Zuwachs bei den Flöten- Wander- Wellnesstagen, die in diesem Jahr wieder vom 12. -16. Mai in Kempten stattfinden. Wir freuen uns über neue Teilnehmer, die Lust auf sehr viel Musizieren, etwas Wandern und allgemeines Wohlfühlen haben!!!
Ilse Benning
"Aus heiterem Himmel sieht uns die Schöpfung zu"
Lustiges und Listiges aus den Schöpfungsmythen der Völker
Unter diesem Motto gestalteten wir die 20. Berliner Märchentage am 14.11.2009 in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin-Wedding. Mitglieder des Projekts "Märchen für Jung und Alt" wurden vom Berliner Bambusflötenensemble unter Leitung von Ursula Rothen musikalisch begleitet. Mir oblag die Aufgabe mit verschiedenen Percussionsinstrumenten das Ensemble zu unterstützen. Es war nicht immer einfach synchron mit den Bambusflöten zu spielen, weil jeder Musiker seine eigene Vorstellung von Takt - Zeit - Raum hat. Das Entscheidende ist immer das aufeinander Hören und der Blickkontakt, was erst eine homogene Musiksprache ausmacht. Mich hat es auf jeden Fall sehr gefreut die Begeisterung der Zuhörer aufzunehmen und freue mich schon auf die nächsten Märchentage.
Christian Kern
Altflötenbau in einer vierten Klasse
Nach den Herbstferien begann unsere Bambusflötenwerkstatt mit 26 Kindern in Wilhelmsruh - im Rahmen des Musikunterrichts, der aber etwas erweitert wird. Wir treffen uns jeweils mit der Hälfte der Kinder im 14tägigen Rhythmus und haben dann ca. 70 Minuten Zeit. Es wird gefeilt, gebohrt, gesägt und gespielt - manchmal sehr konzentriert und effektiv, manchmal mit Tischtennispausen und frischer Luft. Zum Glück gibt es tatkräftige Unterstützung - Ursula hilft mit ihrem enormen Fachwissen, aber auch Werkzeug und Aufmunterung bringt sie mit und trägt so zum Gelingen bei: Die Rohre sind gut aufbereitet, die Fenster und Kanäle nachgearbeitet, die Korken passen! Das war die Arbeit der ersten zwei Monate...
Wir haben jetzt mit der ersten Gruppe den ersten Ton auf den Instrumenten gespielt! Die Kinder sind begeistert, sie sagen, dass es so schön, so warm klingt. Sie wollen unbedingt bald weiterbauen, jetzt kommen aber erst einmal Winterferien.
Wir sagen auch Danke an Mike in Hamburg, der uns ein Extra-Paket mit Altflötenrohren schickte!
Ich hoffe Euch bald von unserem ersten Spielen berichten zu können! Viele liebe Grüße aus Berlin sendet
Frieda Hartmann
Donnerstag, 3.12.2009 in der Augsburger Allgemeinen Zeitung / Augsburg vor Ort
Aus dem Gildenbrief Nr. 26, Oktober 2009
Neues aus Berlin
Wir werden im Rahmen des Quartiermanagements Brunnenviertel-Ackerstraße aus Mitteln des Programms Soziale Stadt von EU, Bund und Land Berlin gefördert und werden auf dem Abenteuerspielplatz Humboldthain im Wedding am 2. und 23. Oktober ab 14 Uhr Kuckucksflöten bauen.
Nach den Herbstferien werden 2 Gruppen mit je 14 Kindern einer Schulklasse in Pankow im Musikunterricht mit Frieda Hartmann und meiner Unterstützung ihre ersten Altflöten bauen. Wir dürfen auf das zukünftige Klassenorchester gespannt sein!
Im Rahmen der 20. Berliner Märchentage "Weltgeschichten- von Schöpfern und Geschöpfen" werden Bambusflöten an folgenden Veranstaltungen zu hören sein:
7.11. 16.00 Uhr Orangerie im Schlosspark Oranienburg, Brandenburg
"Märchen in der Orangerie"
anlässlich der 20. Berliner Märchentage zu Gast in Brandenburg werden Märchen von Schöpfern und Geschöpfen aus dem Märchenprojekt "Märchen für Jung und Alt" mit einem musikalischen Rahmenprogramm (u.a. mit Bambusflöten) präsentiert. Eine Benefizveranstaltung für die Behinderten-Selbsthilfegruppe in Oranienburg.
(Eintritt 6.-, ermäßigt 3.-)
8.11. 11.00 Uhr Alte Schulscheune Diensdorf, Brandenburg
"Wie die Sonne an den Himmel kam"
Aus lauter ärger wirft ein Ureinwohner Australiens einen Gegenstand in den Himmel: Der entzündet sich zu einem Feuer, das weit leuchtet. Dem Schöpfer gefällt es. Was wird er mit dem Feuer machen? Es erzählen Brigitte Schaller und Klaus-Dieter Osterburg aus dem Märchenprojekt "Märchen für Jung und Alt". Sie werden begleitet von Ursula Rothen Kern auf der Bambusflöte.
(Eintritt frei)
8.11. 17.00 Uhr Alte Schulscheune Diensdorf, Brandenburg
"Wie die Narzisse entstand"
Der Knabe Narziss wird von allen geliebt. Das ärgert Medusa, die einen hässlichen Sohn hat. Siwe schickt einen Fluch über Narziss. Was wird mit Narziss geschehen? Es erzählen Brigitte Schaller und Klaus-Dieter Osterburg aus dem Märchenprojekt "Märchen für Jung und Alt". Sie werden begleitet von Ursula Rothen Kern auf der Bambusflöte.
(Eintritt frei)
14.11. 18.00 Uhr Bibliothek am Luisenbad, Berlin-Wedding
"Aus heiterem Himmel sieht uns die Schöpfung zu"
Mit Worten und Melodien wird Lustiges und Listiges aus den Schöpfungsmythen der Völker erzählt. Mitglieder des Projekts "Märchen für Jung und Alt" werden begleitet von MusikerInnen auf selbstgebauten Bambusflöten.
(Eintritt frei, um Spenden wird gebeten, Voranmeldung empfohlen, Tel. 901845610)
18.11. 18.30 Uhr Bröhan-Museum, Berlin-Charlottenburg
"Die Brokatweberin"
Die Weberin arbeitet Tag und Nacht, um das schönste Bild ihres Lebens zu weben. "Ach könnte ich in dieser schönen Landschaft leben, die ich hier im Bild sehe!", wünscht sich die Weberin. Dieses und andere Märchen erzählen Heike Grützmacher und Uwe Günzel, begleitet auf der Bambusflöte von Ursula Rothen Kern.
(Eintritt 6.-, ermäßigt 4.-)
Ursula Rothen Kern
Kempten war prima!
Wir waren 15 flötenbegeisterte Damen, dabei zwei aus der Schweiz und eine aus Österreich. Im großzügigen Haus St.Raphael am Rand der Innenstadt haben wir uns pudelwohl gefühlt. Ein großer, heller Raum zum Musizieren, schöne Zimmer, ein großer Park, gutes Essen, Aufzüge in alle Etagen (auch zum gemütlichen Bierstüberl im Keller!) - besser hätte es nicht sein können. So viel zum Thema Wohlfühlen.
Das Wandern ist auch nicht zu kurz gekommen. Ein Abendausflug zum Kräutergarten in der alten Burg, eine Nachmittagswanderung zum Eschacher Weiher mit Bademöglichkeit für unerschrockene Wasserratten und die individuellen Morgen- und Abendwanderungen durch den gleich hinter dem Haus liegenden Buchenwald - auch das war vom Feinsten!
Das Hauptthema Flöten wurde natürlich auch erfüllt mit mindestens sechs intensiven Übungsstunden täglich. Zusätzlich konnten schwierigere Stellen mit Annemarie Wild im Nebenzimmer erarbeitet werden, während die Fortgeschrittenen sich im Blattspiel übten... Dass Annemarie uns mit der Gitarre begleiten konnte, war ein zusätzlicher Gewinn.
Am Sonntag durften wir auf Wunsch der Hausschwestern die Messe in der Hauskapelle mit gestalten. Von der Empore aus musizierten wir zum Einzug, nach der Lesung, zur Gabenbereitung und zur Kommunion. Und weil die Gottesdienstbesucher unsere Flöten gerne noch länger hören wollten, gaben wir im Anschluss an die Messe noch ein kleines "Konzert" im Foyer.
Fazit: die nächsten Flöten-Wander-Wohlfühltage 2010 sollen wieder in Kempten stattfinden. Gebuchter Termin: 12.bis 16. Mai 2010 (über Christi Himmelfahrt) Wer Lust bekommen haben sollte, das nächste mal dabei zu sein, ist schon jetzt herzlich dazu eingeladen!
Ilse Benning
1. Bambus-Tag in Weimar
Am Samstag, den 12. September 2009, fand unser 1. Bambus-Tag in Weimar statt. Die Bambusflötengruppe Weimar lud dazu ein. Wir empfingen unsere leider nicht so zahlreichen Gäste mit selbstgebackenem Kuchen und reichten Bambus-Tee und Bambus-Kaffee dazu. Der Coudraysaal der Musikschule "O. Gerster" wurde von uns mit Bambuspflanzen geschmückt, Bambusstangen und viele noch im Bau sich befindende Flöten bildeten das Bühnenbild. Wir eröffneten unser Konzert mit einer Pavane, Galliarde und Tourdion. Wir, das sind Angela Schmidt und Marie Wienroeder an der Sopranflöte, Ingeborg Arndt und Peter Bleisch, Alt, Gabi Döller Tenor und am Bass Anneliese Scholz. Außerdem nutzten wir die bereits eingeübten drei Elemente: Erde, Wasser und Luft, welche wir dieses Mal ganz allein spielten - es gelang! Die Legende und das Märchen wurden gelesen.......... ein fast einstündiges Programm. Im Anschluss waren alle Gäste eingeladen, die selbst kreierten Salate und Reisrollen zu probieren. Neugierig hörten sich die Gäste auch einen kleinen Vortrag über das Bauen an und staunten, dass es auch Bambus-Pflaster und Kleidung gibt. Mit einem Schluck Sekt beendeten wir das gesellige Beisammensein und freuen uns schon auf das nächste Jahr! Vielleicht dann mit Gästen aus der Bambusflötengilde. Liebe Grüße
Anneliese Scholz
Bambus trifft Bambus in Schloss Dyck
Wenn ich das Wort "Bambus" höre, denke ich zuerst an die Rohre, aus denen unsere Instrumente gebaut sind, und an den weichen Klang der Flöten.
Andere denken bei "Bambus" an die große Vielfalt der Pflanzenart.
Am letzten Samstag im August begegneten sich Bambusfreunde der Musik und der Pflanzen im Park des niederrheinischen Schlosses Dyck. Und das kam so:
Im vorigen Jahr erfuhr ich, dass es nicht weit von meinem Wohnort entfernt einen Bambusgarten gibt. Im Herbst besuchte ich den Bambusfreund, und er nahm sich viel Zeit, um mir sein großes Gelände mit den vielen verschiedenen Bambusarten zu zeigen und zu erklären. Ich hatte nicht geahnt, dass es in Europa so viele Arten mit so unterschiedlichen Wuchsformen und Wachstumsbedingungen gibt. Der Hobbygärtner erzählte mir auch von der EBS (European Bamboo Society) und der deutschen Sektion, die im August 2009 ihr 20-jähriges Jubiläum feiern würde. Und dann kam auch schon die Einladung: "Können Sie bei unserem Fest Musik auf Ihren Bambusflöten machen?" Das war eine reizvolle Aufgabe!
Nach verschiedenen Telefongesprächen kam es schließlich zu Verabredungen, und dann trafen sich 8 BambusflötenspielerInnen in Düsseldorf zu einem Probenvormittag und fuhren am Mittag nach Schloss Dyck zum Jubiläumsfest der EBS. In einem großen Zelt bauten wir unsere Utensilien auf, und bald erklang 3-5-stimmige Bambusflötenmusik auf dem Ausstellungsgelände. Immer mehr BesucherInnen ließen sich locken von Melodien aus Mozarts Zauberflöte, von Chorälen, Volksliedern und anderen Musikstücken. Eine Konzertatmosphäre herrschte zwar nicht im Zelt, aber viele interessierte Leute kamen herein, freuten sich an unserer Musik und spendeten reichlich Applaus.
Anschließend sahen wir uns im Veranstaltungsgelände um. Dort gab es zahlreiche Verkaufsangebote: Bambuspflanzen, Bambusinformationen, Handwerkliches aus Bambus und vieles anderes mehr.
Bei angenehmem Spätsommerwetter schlenderten wir durch den Park, sahen den Bereich "Gartenkunst" und erreichten dann den Bambusgarten mit mehr als 50 Bambusarten vom Bodendeckerbambus bis zum Riesenbambus, unterschiedliche Halme, bzw. Rohre und Blattzeichnungen . Das sanfte Rauschen der Blätter wirkte fast verzaubernd und vermittelte Urlaubsstimmung. So erlebten wir einen schönen Tag mit Bambusfreunden der einen und der anderen Art.
Elisabeth Hämer
5. Flöten-Wander-Wohlfühltage: 10.06.-14.06.2009
im Bildungshaus St. Raphael in Kempten
(www.bildungshaus-st-raphael.de)
Nachdem wir uns 1x im Tessin und 3x in Wessobrunn getroffen haben soll es heuer Kempten sein. Das moderne Bildungshaus St. Raphael bietet uns Ein- und Zweibettzimmer mit Nasszellen und die nötigen Seminarräume an. Es sind wieder intensive Übungszeiten im Plenum oder Kleingruppen am Vormittag und abends vorgesehen, die Nachmittage können zum Wandern oder Stadtbummeln genutzt werden - in und um Kempten gibt es einiges zu sehen!
Teilnehmen kann, wer mindestens eine Bambusflöte besitzt und einfache Stücke vom Blatt spielen kann.
Kosten: Vollpension pro Tag 41 Euro im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag 5,00 Euro pro Tag
Kursbeitrag: 50 Euro (für Gildenmitglieder 45 Euro)
Kursleitung : Ilse Benning mit Annemarie Wild
Mindestteilnehmerzahl: 10
Aus dem Gildenbrief Nr. 25, Mai 2009
>> Bericht zum Bauhaus anläßlich des Weimarer Treffens im Mai, von Ursula Rothen
Bericht aus dem Süden
Wie üblich: öffentliches Musizieren am 03.03. im Städtischen Hospitalstift zu Texten von Erich Kästner am 06.03. beim Weltgebetstag der Frauen am 27.03. beim Missionsnachmittag in Maria Stern zu Texten von und über Elly Heuss-Knapp am 03.04. bei einem Trauergottesdienst im Diakonissenhaus Am 16.06. soll das Programm vom 03.03. im Sparkassen-Altenheim wiederholt werden. Dazwischen mehr oder minder regelmäßige übungsstunden mit den drei verschiedenen Spielgruppen.
Dagmar Ravenschlag (Vorstandsmitglied) hat mich für eine Woche in Augsburg besucht, um meine etwas andere Flötenbauweise zu erlernen. Sie hat Sopranflöten in Serie gebaut und schon einige Sicherheit gewonnen. Zurzeit ist sie durch eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter stark eingebremst, aber irgendwann wird sie eine Prüfung ablegen und mit Kindern ihrer Gemeinde in Hannover zu bauen beginnen.
über unsere Homepage ist ein Blockflötenlehrer aus dem Raum Stuttgart auf uns aufmerksam geworden. Er hat mit mir Kontakt aufgenommen und war an einem Samstag bei mir in Augsburg. Er ist mit einem "klingenden Rohr" sehr zufrieden und motiviert heimgefahren. Mal sehen, was daraus wird.
Für die Flötentage in Kempten vom 10.-14.Juni (über Fronleichnam) haben sich 12 Teilnehmerinnen angemeldet, genug, dass wir auch im Doppelquartett musizieren können! Annemarie Wild bringt wieder ihre Gitarre mit, für ein abwechslungsreiches Programm wird also gesorgt sein. Ich bin gerade heftig damit beschäftigt, geeignete Literatur zusammen zu tragen!! Wer Lust hat bekommen hat, auch dabei zu sein, kann sich auch noch kurzfristig bei mir anmelden.
Ganz herzliche Grüße aus Augsburg
Ilse Benning
Gemeinde musiziert am 13.
Eine Initiative des neuen Kantors der Sophiengemeinde Jonas Sandmeier, die von nun an jeden 13. des Monats stattfindet, fand auch beim Erwachsenenensemble Anklang: und so spielten wir im Mai zum Thema Händel aus der Feuerwerksmusik La Paix und ließen gemeinsam mit Geigen, Cello, Kontrabass, Gambe, Akkordeon, Cembalo und Chor ein geistliches Werk des Barockkünstlers erklingen. Die Kombination von so unterschiedlichen Instrumenten ist immer wieder reizvoll.
Ursula Rothen Kern
Treffen mit den Weimarer Flöten
Zum alljährlichen Fest der Weimarer Musikschule sind alle Gruppen der Musikschule eingeladen, ihr Können zu präsentieren. Die kleine Bambusflötengruppe von Anneliese Scholz wird auch dabei sein, um den Gästen einen Eindruck vom schönen Klang der Bambusflöte zu geben. Um mit den zarten Tönen die große Weimarhalle füllen zu können, besorgt Anneliese klangkräftige Unterstützung aus Augsburg und Berlin.
Die Weimarer, Augsburger und Berliner kennen sich schon vom Treffen in Berlin im vergan-genen Jahr, als wir in der Zionskirche anlässlich des Jubiläums der Bambusflötengilde in Deutschland ein gemeinsames Konzert gegeben haben. Gerne nehmen einige der Berliner Gruppe von Ursula Rothen und auch Maria Dankesreiter aus Augsburg die Einladung für ein musikalisches Wochenende in Weimar an.
Mit dem Wochenendticket gondeln wir Berliner also am Samstagmorgen durch die Lande und freuen uns an den gelben Rapsfeldern vor blauem Sommerhimmel. Ursula - ursprünglich aus der Schweiz kommend - genießt besonders die hügeliger werdende Landschaft.
Die Weimarer empfangen uns mit Kaffee und Kuchen in dem schönen alten Gebäude der Musikschule, wo wir dann auch unsere Stücke gemeinsam proben. Sopran, Alt, Tenor und Bass können glücklicherweise alle mindestens doppelt besetzt werden und alle haben wir vorher geübt, so dass das gemeinsame Spiel auch schon bald ganz passabel klingt. Am Abend lockt die Weimarer Lange Nacht der Museen mit vielen interessanten Angeboten.
Das Musikschulfest am Sonntagnachmittag findet in der imposanten Weimarhalle statt. Wir Berliner sind beeindruckt von der großen Zahl an Schülern, die ihr Können zeigen. Ein langes Programm über mehr als zwei Stunden lockt immer wieder zum Applaus. Da beeindruckt die Suzuki-Geigengruppe, in der alle ohne Noten und nur nach Gehör spielen oder die Bigband mit ihrem Zusammenspiel. Man spürt die Begeisterung der Musiker und wie sehr sich die Zuhörer - offenbar vorwiegend Familienangehörige und viele, auch kleine Kinder - über die dargebotenen Leistungen freuen.
Auch wir ernten Applaus mit unserer im Vergleich zu den anderen Gruppen eher kurzen Darbietung (Erde, Wasser und Luft aus den vier Elementen von Wim Burghout und Luisinga aus Lomdaväla von Curdin Janett).
Zum Abschluss spielen alle Teilnehmer das James-Bond-Medley, arrangiert von Tim Jäkel nach der Musik von Montey Norman, John Barry und Marvin Hamlisch. Wir sind so viele, dass wir kaum alle Platz auf der eigentlich riesigen Bühne finden. Es ist toll, da mitten dabei zu sein!
Glücklich über dieses gelungene Wochenende und das Wiedersehen mit den Weimarern zuckeln wir dann wieder nach Berlin zurück.
Barbara Wirth
Ich kann meine Begeisterung und Freude über diese so schönen Stunden, ob Proben oder Auftritte auf der großen Bühne in Weimar nicht in Worte fassen. Es muss selbst erlebt werden.
Maria Dankesreiter
Musizieren im Hospitalstift am 3.3.
Zum zweiten mal waren wir in das Hospitalstift eingeladen, einem Städtischen Alters- und Pflegeheim mit angegliedertem "betreuten Wohnen", um mit den Bambusflöten einen Nachmittag zu gestalten.
"Musik und Texte" sind immer ein erwünschtes Angebot, diesmal hat Marianne Rogall die Monatsgedichte von Erich Kästner vorgeschlagen, 13 launige und tiefsinnige Gedanken zu jeden Monat, ein dreizehnter dazu erfunden . Also haben wir uns 14 Stücke für Bambusflöten-Quartett ausgewählt, dazu noch eines als "Rausschmeisser", kunterbunt gemischt, Altes und Neues, eine halbe bis längstens zwei Minuten lang, zwischen den Texten gespielt. Die 24 Zuhörer/innen waren ganz bei der Sache und am Ende sehr angetan. Dass die Flöten selbst gebaut sein sollten, wie denn das geht, wo denn die Literatur zu finden ist, wie denn wir sechs Spielerinnen uns gefunden hätten - wir wurden mit Fragen überhäuft und bekamen viel Lob. Eine Besucherin hat gestanden, die Texte zwar nicht verstanden zu haben, die Ohren sind schon so schlecht, aber die Musik habe sie gut gehört, es war so eine erholsame Stunde, die weichen Töne haben gut getan, keine so schrillen Töne. Also sind auch wir zufrieden heimgegangen, die Mühe der Vorbereitung hat sich wieder einmal gelohnt - vielleicht können wir mit dem selben Programm auch noch andere Senioren beglücken.
Ilse Benning
Aus dem Gildenbrief Nr. 24, Februar 2009
De dag van de bamboefluit
Am 30. 12. 2008, auf den Tag genau 70 Jahre nach der Gründung der Niederländischen Bambusflötengilde strömten über 900 Menschen jeden Alters ins "Muziekgebouw aan't IJ" in Amsterdam. Im modernen Gebäude am Hafen unweit des Hauptbahnhofs, welches mit dem "BIMHUIS" (Jazz und improvisierte Musik) kombiniert ist, finden im Jahr ungefähr 300 Konzerte von Weltmusik bis Klassik statt.
In den weiträumigen Foyers auf drei Ebenen gab es am Jubiläumstag ein vielseitiges Angebot:
Ein offenes Podium, CD- und Notenverkaufstände ("winkel van sinkel"), einen Flötendoktor, Werk- und Basteltische, ein Antiquariat, Bildschirme, auf denen Diashows von Kursen oder die neue, sehr interessante DVD der Bambusflötenarbeit in den Niederlanden liefen, Lese-, Unterrichtsmaterialien und sogar einen Flötenausleihservice (ihr fragt euch bestimmt: wozu?).
Zu den Höhepunkten des Tages gehörten nebst den Demonstrationen von Kinder-, Meisterklassen und dem "Bambuso sonoro" von Hans van Koolwjik, das Konzertprogramm im großen Saal, eröffnet vom Beaufort-Ensemble unter der Leitung von Gonny Arentz.
Im weiteren wurden ebenfalls vorwiegend niederländische Kompositionen gespielt: In einem Orchester mit vielen Kindern "Kikkerkonig Kwekkelaer" von Chrystal Cochius, den Yubpen (Young Urban Bamboopipeplayers) Stücke, die auf der CD "Wolken, Wind, Water" zu hören sind, mit "Lage Fluiten" unter der Leitung von Truus Siddré und vom Jugendoktett "Wimboe" mit dem Dirigenten und Komponisten Wim Burghout den Bambusflöten-Evergreen "The four elements".
Um halb drei war es dann soweit: Mitspielkonzert! Und der Saal füllte sich mit BambusflötenspielerInnen, FreundInnen und Gästen.
Mit Rineke Marwitz am Flügel stimmten alle in Kanons, mehrstimmigen afrikanischen Gesang und andere Lieder ein. Kleine Ensembles - vorwiegend ProfimusikerInnen - spielten dazwischen kurzweilige Musik auch in Kombination mit anderen Instrumenten.
Nach zwei Ansprachen - ach wie charmant klingt niederländisch für Deutschsprechende - war es wiederum Wim Burghout, der mit dem Plenum - aha, jetzt kamen die Leihflöten zum Zuge - einen vierstimmigen vielleicht 16 Takte langen Teil der Festkomposition einübte und zusammen mit "Wimboe" zur Uraufführung brachte.
Das Schlussbouquet stand unter dem Motto: kein Tag ohne Pfeifkonzert.
Hans van Koolwejik dirigierte das "Luftballon-mit-kleinen-und-grossen-Pfeifen-dran-Orchester", und Helium gefüllte Ballons stiegen hohe und tiefe Töne blasend bis an die Foyerdecke und glitten sanft wieder hinunter.
Wer den Künstler aus dem Internationalen Kurs in Mechelen 2001 kennt, kann sich die humorvolle Performance bestimmt vorstellen...
Good piping!
Ursula Rothen Kern
Neues und altes aus Augsburg
Zu neunt sind wir nach Berlin gefahren - und begeistert wieder heimgekommen! Das von Ursula liebevoll geplante Fest war wirklich ein Erlebnis! Herzlichen Dank an die Berliner Gastgeber/innen und Mitgestalter/innen. Mit Gruppenticket für die Hinfahrt und "Schönes Wochenende" für die Heimreise sind auch die Fahrtkosten im Rahmen geblieben. Wir freuen uns auf ein nächstes Treffen in Wetter - oder in Weimar? - 2010.
Wer Lust bekommen hat auf das musizieren in einer größeren Gruppe ist herzlichst eingeladen zu den jetzt schon traditionellen bayrischen "Flöten-Wander-Wohlfühltagen" zu kommen!
Ein paar mal hatten wir wieder Gelegenheit, öffentlich zu musizieren:
Beim Gottesdienst zum oekumenischen Frauenkongress in Augsburg
Bei der Adventsfeier von "Wir sind Kirche" in St.Peter am Perlach
Bei der Weihnachtsfeier des Besuchsdienstes am Klinikum
Am 3. März werden wir wieder im Altenheim "Hospitalstift" mit Musik und Texten einen Nachmittag gestalten; die Probenphase für den Weltgebetstag der Frauen am 6. März beginnt und als Idee und Versuch wollen wir unsere Probennachmittage in einem Altenheim durchführen in der Annahme, dass das etwas Abwechslung in den Seniorenalltag bringen könnte. Mal sehen.
Ein Baukurs ist in Vorbereitung - Februar?, März? Wer interessiert ist, sollte sich bei mir melden.
Leider können einige treue Mitglieder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv dabei sein, sie fehlen uns sehr!
Mit herzlichen Grüßen aus Augsburg
Ilse Benning
...das waren die 19. Berliner Märchentage "TellStories" - Märchen und Geschichten aus der viersprachigen Schweiz
Im Rahmen der 19. Berliner Märchentage "TELLstories" erzählte Klaus-Dieter Osterburg die Sage vom Quellenmann aus Bivio (rätoromanische Schweiz). Dazu erklangen die gleichnamige Komposition von Curdin Janett für selbstgebaute Bambusflöten (Leitung: Ursula Rothen Kern) und Harmonium (Thomas Noll).
>> alle Aktivitäten der Bambusflötengilde zu den Märchentagen
Jubiläum "10 Jahre Bambusflötengilde in Deutschland e.V."
Am ersten Oktoberwochenende trafen sich 38 BambusflötenspielerInnen in Berlin, um dort das 10-jährige Bestehen der Gilde zu feiern. Aus allen Richtungen Deutschlands waren sie angereist, und sogar Gäste aus Schottland, den Niederlanden und der Schweiz waren der Einladung gefolgt. So gab es fröhliches Wiedersehen und neues Kennenlernen und natürlich das gemeinsame Musizieren. Einige erlebten es zum ersten Mal, wie schön die Bambusflöten in einer großen Gruppe klingen und waren begeistert.

Nach drei intensiven Proben konnten wir am Samstagabend in der Zionskirche ein Jubiläumskonzert aufführen. Es begann mit einem 10-stimmigen Canonetto, für die wir uns auf der rund umlaufenden Empore verteilten, so dass der Kirchenraum von allen Seiten mit Flötenklang erfüllt wurde - ein herrlicher Raumklang in diesem großartigen Klangraum. Das professionell vorgetragene chinesische Märchen von der Entstehung der Musik (Sprecherin: Dorothee Grieshammer) wurde eingerahmt und kommentiert durch zahlreiche Darbietungen der Bambusflöten, mal von allen, mal von einer Gruppe, mal als Solo. Durch das engagierte Dirigieren von Ursula Rothen Kern, aber auch durch die hohe Motivation aller wurde das Konzert für Zuhörende und Mitwirkende zu einem eindrucksvollen Erlebnis.
Ein reichhaltiges Büffet einschließlich kunstvoll zubereiteter Jubiläumstorte krönten den festlichen Abend. Es kam zu manchen Begegnungen, und besonders interessant war es, als sich uns eine Frau vorstellte, die vor mehr als 60 Jahren in Güstrow bei Charlotte Schulze eine Bambusflöte gebaut hatte und noch heute fast täglich darauf spielt.
Am Abend zuvor wurde unser Zusammensein eröffnet durch mehrere Darbietungen der Weimarer Bambusflötengruppe, die als jüngste Gruppe besondere Anerkennung verdient; denn durch den Einsatz von Anneliese Scholz können seit 2 Jahren auch in Weimar Bambusflöten gebaut und gespielt werden.
Ein Rückblick auf den Beginn der Gildengründung und auf die langjährige Bambusflötenarbeit zuvor in Augsburg, Düsseldorf und Güstrow durfte nicht fehlen, ebenso wenig wie die "Ost-Erweiterung" in den letzten Jahren, besonders rund um Berlin und Weimar. An dem Lied von den Bambusflöten-Babys hatten alle viel Freude.
Am Sonntagmorgen wirkten wir mit in einem sehr lebendigen Erntedankgottesdienst der Zionskirchgemeinde. Im Mittelpunkt stand das Thema "Danken und Teilen", das auch schon beim Jubiläumskonzert am Abend zuvor anklang und zu unseren Erfahrungen passte:
Bambus
gewachsen
geerntet
gestaltet
zum Klingen gebracht.
Der Atem singt Dank,
dem Schöpfer,
dem Meister, der Meisterin.

Wie schön, das gemeinsame Musizieren und den Klang miteinander teilen zu können und andere daran teilhaben zu lassen!
Ein besonderer Dank gilt Ursula, die das Wochenende lange vorbereitet hatte und zusammen mit ihrem Mann Christian und vielen Helferinnen und Helfern dafür sorgte, dass alle Gäste gut untergebracht und versorgt waren und sich rundum wohl fühlen konnten! Für Sonntagmittag hatte sie sogar noch einen philosophischen Vortrag mit Instrumentenvorführung von Dr. Eichler für uns organisiert. Wir wurden in viele Kulturen und Epochen entführt und setzten uns mit physikalischen Problemen der Tonentwicklung auf Blasinstrumenten auseinander.
Anschließend hieß es dann "Auf Wiedersehen" bis zum nächsten großen Treffen in Volmarstein.
Elisabeth Hämer
>> Grußwort von Werner Schmitt, Direktor der Musikschule Konservatorium Bern
Impressionen zum Festkonzert in der Zionskirche Berlin
Es war, als würden die einzelnen Töne den Flöten entfliehen wollen, um sich voller Ungeduld in der Höhe der Kirchenkuppel zu treffen.
Dort vereinten sie sich!
Große und kleine, bunt schillernde Seifenblasen.
Die dunkle Tiefe der Bässe; dezent hielten sie sich im Hintergrund, doch laut genug um zu sagen:
Ich bin da
Tenor und Alt vereinten sich, schwollen an und verteilten die eigenartige Sanftheit unserer Bambusflöten im weiten Raum.
Und schließlich, keck und verspielt, der Sopran:
Oftmals kletterte er über alle Töne hinauf ins Kirchenschiff um dort vorwitzig auf uns herabzuklingen.
Alle kamen sie zusammen und tanzten einen Reigen der Zuneigung, der Freude am Spiel und der Gemeinschaft, um dann zusammen in der Unendlichkeit der Weite des Raumes zu verschwinden!
Katharina-Maria Bernkopf-Thoden
Eine interessante Webseite
Karin Coach, eine Eutonielehrerin aus Hamburg, erkundigte sich neulich bei uns nach Charlotte Blensdorf - Mac Jannet (siehe Gildenbrief Nr.17), die über die Rhythmik- und Bambusflötenarbeit mit der Begründerin der Eutonie Gerda Alexander verbunden war. Über diese interessante Persönlichkeit schreibt Ulla Weber auf der dänischen Website www.eutoni.dk im Vorwort:
"Gerda Alexander wurde 1908 in Wuppertal geboren, und starb dort 1994. Den größten Teil ihres Lebens verbrachte sie allerdings in Kopenhagen. Am 15. Februar 2008 wäre sie 100 Jahre alt geworden. Gerda Alexander entwickelte ihre eigene Entspannungsmethode, die sie ab 1959 "Eutonie" nannte, bei der es darum geht den Körper in einen Zustand "wohl ausgeglichener Spannung" zu bringen (eu: griechisch = gut, harmonisch, tonus: latein= Spannung) Ihre Methode entwickelte Gerda Alexander im Kontakt mit Strömungen ihrer Zeit. Dazu gehörten internationale Kreise der Musik, des Theaters und der rhythmischen Erziehung, sowie der Pädagogik, Körperbildung und Therapie. Immer wieder inspirierte sie andere und ließ sich von anderen inspirieren. Ihre Grundausbildung erhielt Gerda Alexander in Deutschland. Während ihres ganzen Lebens stand sie in Verbindung mit Persönlichkeiten, die ähnliche Ziele wie sie verfolgten. Sie veranstaltete Kurse in verschiedenen Ländern, besuchte internationale Kongresse und hielt Vorträge. Die Basis ihrer Arbeit war seit 1929 in Kopenhagen, wo sie von 1940-1987 an ihrer eigenen Schule EutonielehrerInnen ausbildete."
Ein Besuch der Website lohnt sich schon der schönen Bilder wegen u.a. Fotos der Arbeit mit Bambusflöten in den 30er-50er des 20. Jahrhunderts. Wir treffen dort auch auf bekannte Namen wie Henriette Goldenbaum, Karl Heinz Taubert... Neugierig geworden? -
Hier die Website von Ulla Weber
Spaß beim Verzieren der ersten Bambusflöte

Ingrid Gnettner berichtet von den Flöten - Wander - Wohlfühltagen in Wessobrunn >> hier lesen
Impressionen vom Kuckucksflötenbauen mit einer Schulklasse aus Berlin-Pankow

Aus dem Gildenbrief Nr. 22, Februar 2008
Rückblick 2007 und Ausblick 2008
Bei uns läuft es wie gehabt, drei Musiziergruppen, die sich 14-tägig treffen, öffentliches Musizieren bei verschiedenen Gelegenheiten, und: seit langer Zeit hat wieder einmal ein Baukurs stattgefunden. Es gibt einen neuen Alt, zwei neue Tenöre und einen neuen Bass in Augsburg. Wie bei mir meistens, sind es Erwachsene, die gebaut haben, zwei von ihnen spielten vorher noch nicht Flöte und haben viel zu üben, aber es wird. 2008 wird es wohl wieder einen Baukurs geben.
Auch die nächsten Flöten-Wander-Wohlfühltage sind schon geplant.
Dafür haben wir uns vom 21.-25. Mai noch einmal im Gästehaus Meierhof in Wessobrunn angemeldet. Es ist ein sehr geeigneter und schöner Platz, und die Preise sind ausgesprochen günstig:
Vollpension pro Tag: 31.- im Doppelzimmer, 34.- im Einzelzimmer
Kursbeitrag: 40.- (für Gildenmitglieder 36)
über neue MitspielerInnen von nah und fern würden wir uns sehr freuen!!!
Für das 10-jährige Gildenjubiläum mache ich eifrig Werbung und denke, dass ich nicht alleine nach Berlin kommen werde. Ich hoffe, dort viele alte und neue Gildenfreunde zu treffen!
Mit ganz herzlichen Grüßen
Ilse Benning
3. Advent in der Zionskirchgemeinde
Jetzt spielt unsere kleine Gruppe von fünf Erwachsenen schon eine ganze Weile mit bis zu vier verschiedenen Flötenstimmen zusammen. Eines Mittwochs im Spätherbst schlägt uns Ursula vor, ein Stück einzuüben, das wir dann im Advent mit dem Kirchenchor zusammen vortragen könnten. Die Komposition von Michael Praetorius "Nun kommt der Heiden Heiland" ist ein
achtstimmiges Werk für zwei Chöre. Wir sollen mit unseren Bambusflöten den Part des ersten Chors übernehmen.
Das üben mit meiner Altflöte zuhause gestaltet sich ziemlich dröge. Die kurzen Sequenzen klingen nicht besonders, sie sind wenig eingängig, die Vorzeichen sind immer wieder Fallstricke und der Rhythmus prägt sich mir überhaupt nicht ein. Bei den Treffen mit meinen Flötenspieler-freunden üben wir mit Ursula das gemeinsame Spiel, wobei etwa die Hälfte der Zeit mit leisem Zählen ausgefüllt ist - das sind die Passagen, in denen der Chor 2 zu hören sein wird. Das klingt in meinen Ohren nicht besonders. Aber dank Ursula halten wir durch.
Dann endlich, nach einigen Wochen ist es so weit: wir bekommen Verstärkung von weiteren Flötisten, üben noch einmal gemeinsam und treffen dann mit dem Chor der Zionskirche zusammen. Zum ersten Mal spielen und hören wir das Stück in seiner Gesamtheit, wobei sich Chor und Flöten immer wieder abwechseln.
Und plötzlich klingt es! Da sind keine leeren Pausen mehr, vielmehr fliegen die Melodien zwischen den Sängern und Flötisten hin und her und manchmal singen/flöten wir auch alle zusammen. Es wir dynamisch und voll! Nach einigen Durchgängen haben wir schon ein wenig Gespür dafür entwickelt, wann wir einsetzen sollen, aber die Chorleiterin Julia Hedtfeld gibt uns ohnehin ein deutliches Zeichen. Beschwingt und mit Vorfreude auf den kommenden Sonntag gehen wir nach Hause.
Und am Sonntag klappt alles ganz prima, jedenfalls höre ich keinen Fehler und wir bringen das Stück zu einem guten Ende. Nach dem Gottesdienst erhalten wir mehrmals Lob von den Gottes-dienstbesuchern. Das schönste Lob aber kommt von Julia: Sie äußert den Wunsch, ein solch gemeinsames Musizieren mal wieder zu veranstalten. Da freue ich mich schon drauf!
Barbara Wirth
P.S. Zum 10-jährige Jubiläum der Gilde vom 3.-5. Oktober in Berlin haben sich bereits über 20 Gäste aus Augsburg, Hannover, Weimar, Wetter, und Bern angemeldet! (Ihr auch??) Der wunderschöne Klangraum der Zionskirche ist reserviert für den Festakt mit Märchen und Musik. Zwei zeitgenössische Komponisten wurden angefragt, für diesen Anlass jeweils ein Stück zu schreiben. Wir dürfen gespannt sein!
Messe Erfurt
Am 27. April 2008 stellt Anneliese Scholz mit ihren SchülerInnen aus Weimar im Rahmen des "Kinder-Kult", ein Freizeit- und Medienevent für Familien und Schulen an einem Stand das Angebot "Bambusflöten Bau und Spiel" vor. Zwischen 14 und 16 Uhr präsentieren sie sich auf der Bühne der Messe Erfurt. Wir wünschen einen erfolgreichen Auftritt!
Einsam- Gemeinsam
Wie schön! Ich bin ganz begeistert, denn ich habe eine Entdeckung gemacht, die ich allen bekannt geben möchte, die auch in ihrer Stadt keine Spielgruppe haben. Meine Entdeckung heißt ECOUTE & JOUE. Das ist eine CD, die 18 abwechslungsreiche Bambusflötenstücke enthält, die alle erst einmal mit allen Stimmen vorgestellt werden. Ab Nummer 19 folgen die gleichen Stücke, aber jeweils eine Stimme ist ausgelassen worden. Auf diese Weise kann man selber Solo mitspielen. Meistens ist es die Sopranstimme, die ausgelassen wurde, aber auch alle anderen Stimmen sind dran. Insgesamt hat die CD 46 Tracks. Damit man gut reinkommt. Gibt es jeweils ein kleines Vorspiel. Zur CD gibt es das exakt passende Notenheft. Herausgegeben wurde das ganze von der "Guilde Française des Flûtes de Bambou - 117 rue Charles Tillon - 93300 Aubervilliers Tel. 0033 1 48 33 22 35"
Dagmar Ravenschlag
"Weihnachten in Volmarstein"
Im Herbst 2007 wurde in Volmarstein eine CD mit dem Titel "Weihnachten in Volmarstein" produziert. Alle Chöre und Musikgruppen des Ortes wurden um Beiträge gebeten. Wir suchten für die Aufnahme das Lied "Heiligste Nacht" (Melodie nach M. Haydn, vierstimmig von G.W. Teschner) aus. Es dauerte lange, bis die Aufnahme so gut war, dass wir zufrieden sein konnten. In der Adventszeit wurde die CD dann zugunsten des Gemeindehaus-Neubaus verkauft, und wir freuten uns, immer wieder zu hören, dass viele Leute den Beitrag unserer Bambusflötengruppe als besonders gelungen empfanden.
Hier eine Kostprobe: "Heiligste Nacht"
Elisabeth Hämer
Aus dem Gildenbrief Nr. 21, Oktober 2007
Kinder und Erwachsene spielen auf ihren Bambusflöten!
Am 17.07.2007 trafen sich Schüler, Eltern, und Liebhaber der Bambusflöte in Berlin-Mitte zum gemeinsamen Musizieren. Das Spielen fand wieder in den Unterrichtsräumen von Ursula Rothen Kern an der Brunnenstrasse 35 statt.
8 Kinder, 8 Erwachsene und 1 Jugendlicher gaben ihr Können zum Besten.
Gespielt wurde unter anderem der Kanon: Horch, es singt der Glockenton oder der Tripelkanon von Betty Fernley, oder der Tuusigfüessler und vieles andere mehr...
Einige Stücke wurden von mir perkussiv begleitet (mit Besen und kleiner Trommel, Triangel oder anderen Perkussionsinstrumenten) z.B.: Stay awake, Chim chim cher-ee, Jolly holiday, Yellow Submarine, Popcorn...
Die Stimmung war hervorragend, alle fühlten sich wohl, außerdem wurden die Beiträge von mir digital aufgenommen, um später daraus ein Feedback herzuleiten.
Im Anschluss gab es auch etwas fürs leibliche Wohl... z.B. Popcorn
Christian Kern

10 Jahre Bambusflötengilde in Deutschland e.V. - Wir feiern!!!
Vom 3.-5. Oktober 2008 findet das 10-jährige Jubiläum der Bambusflötengilde in Deutschland e.V. in Berlin statt. Wir werden zusammen musizieren, ein Konzert im Kathedralraum der Zionskirche organisieren (4. Oktober, 19.00 Uhr ist schon reserviert), Berlin erkunden.... Um abschätzen zu können, ob unsere privaten Unterkünfte ausreichen, bitte ich um rechtzeitige Anmeldung (bis Ende 2007). Eine Verlängerung des Aufenthaltes ist möglich.2 Aktuelle Infos erhaltet ihr laufend an dieser Stelle. Fragen, Ideen oder Anregungen können im Kontaktformular eingetragen werden: damit wird gleichzeitig der Vorstand informiert
Internationales
Unser neues Gildenmitglied Karin Posthumus, durch Übersiedelung aus den Niederlanden zu uns gestoßen, fährt seit einigen Jahren regelmäßig nach Ägypten, um dort in einer privaten Schule Bambusflöten zu bauen. Die Schule gehört zu einer Initiative, die nach anthroposophischen Richtlinien Pionierarbeit leistet. Wenn wir Glück haben hat Karin Zeit, im nächsten Jahr zu unserem 10-Jährigen nach Berlin zu kommen; dann könnte sie ausführlicher über dieses spannende Projekt erzählen.
Die Schweizerische Bambusflötengilde freut sich, euch zum internationalen Kurs für BambusflötenlehrerInnen unter dem Hauptthema "Renaissance" in Bienenberg bei Basel herzlich willkommen zu heißen. Auch angehende Lehrkräfte können am Kurs teilnehmen.
Termin: Samstag, 26. Juli - Sonntag, 3. August 2008
Kosten: Unterkunft mit Vollpension CHF 615.- bis 980.-
Kurskosten: CHF 290.- (inklusive Ausflug)
Anmeldung (und Anzahlung von CHF 200.-) bitte bis spätestens 15. Dezember 2007 an
Elisabeth Meyer, Lindenrain 9, CH-3038 Kirchlindach.
Infos und Anmeldeformulare sind erhältlich bei www.bambusfloete.ch oder bei Ursula Rothen.
Flöte Marke Eigenbau
Immer wieder eilen sie zum Stimmgerät. Blasen einen Ton. Prüfen die Tonhöhe, um eventuell noch kleine bauliche Korrekturen vornehmen zu können. Spannende Kursstunden liegen bereits hinter den fünf Teilnehmern des Kurses "Bambusflöten bauen und spielen", der an der Musikschule "Ottmar Gerster" erstmal angeboten wurde. "Ein völlig neues Konzept", sagt Kursleiterin Anneliese Scholz, das in der Schweiz bereits Furore machte, wo Bambusflöten-ensembles nach fernöstlichem Vorbild entstanden.
Das Besondere ist die Ganzheitlichkeit des Kurskonzeptes, unterstreicht Anneliese Scholz, seit 1988 Flötenlehrerin an der Musikschule "Ottmar Gerster". Jeder Teilnehmer baut sein Instrument selbst, um es nach Fertigstellung gemeinsam mit den andern zu spielen. Am Anfang steht nur ein Stück Bambus und viel Enthusiasmus. Nicht nur Freude an Musik sollte mitbringen, wer sich anmeldet, sondern auch handwerkliches Geschick. Mit einer langen Feile werden zunächst die "Knoten" im (Schall-)Rohr abgeraspelt, um einen gleichmäßigen Durchmesser zu erzielen. Danach das Mundstück gefertigt, das Fenster gefeilt.
Anneliese Scholz greift zu einigen Flöten und weist auf die Mundstücke: "Exzellent gelungen", attestiert sie ihren wissbegierigen erwachsenen SchülerInnen exaktes Arbeiten. Eigens vom Hausmeister angefertigte Werkbänkchen geben den Flöten beim Werken sichere Auflage. Zuletzt werden die Grifflöcher gebohrt. Eins nach dem anderen. Mit Stimmproben wird kontrolliert, ob präzise gearbeitet wurde. "Für die Grifffläche gibt es Erfahrungswerte", verweist Frau Scholz auf vorliegende Statistikblätter.
Spezielles Kennzeichen der Bambusflöten ist ihr warmer und sehr weicher Klang.
Anneliese Scholz hat bereits zahlreiche Bambusflöten selbst gebaut, in den unterschiedlichsten Stimmlagen- Sopran natürlich, aber auch Alt, Tenor und Bass. Und auch die Schutzhüllen dafür selbst gestrickt oder gehäkelt. Für Anneliese Scholz soll der Kurs Start für weitere sein, sie möchte den Bambusflötenbau an der Musikschule etablieren. Das Besondere des Kurses ist Argument genug: Die Kursanten, gleich welchen Alters, werden umfassend gefordert, betont Anneliese Scholz den sozialen Aspekt (in der Gruppe), die handwerkliche Tätigkeit (selber bauen), Musiktheorie (Töne abstimmen), Instrumentalunterricht (das Spielen erlernen), künstlerische Tätigkeit (Verzieren des Instruments) und Handarbeit (Etui anfertigen) sowie Kulturgeschichte.
Ab dem neuen Schuljahr soll Bambusflötenbau auch für Kinder angeboten werden.
Dass dieses Kursangebot neue Möglichkeiten öffnet, zum Beispiel auch gemeinsam mit der Familie, mit dem Freundeskreis Flöten zu bauen und zu spielen, ist für Anneliese Scholz ein wertvoller zusätzlicher Gewinn. Aus den gemeinsamen Instrumentenbaustunden sollten beständige Ensembles wachsen, die dann auch bei den Musikschulkonzerten auftreten.
Info: Musikschule "Ottmar Gerster" , Tel. (03643) 90 39 11 oder 50 59 45
Christiane Weber in TLZ Zeitung für Weimar, 30.5.07
Zur aktuellen Information: An der Musikschule Weimar bauen 5 Erwachsene und 1 Kind ihre erste oder zweite Flöte. Wir freuen uns schon auf das zukünftige Thüringer-Bambusflöten-orchester!
Impressionen von den Flöten-Wander-Wohlfühltage in Wessobrunn, Juni 2007
Zum Ende des Sommers eine kleine Auswahl an "musikalischen" Pflanzen. Vielleicht kennt ihr ja noch einige mehr?
pfeifenblume trommelstock geigenblatt küchenschelle trompetenbaum glockenblume hornklee harfenstrauch taubnessel blasenbaum zittergras flötenkraut hornkraut geigenfeige trompetennarzisse maiglöckchen goldtromp wachsglocke rasselblume blasenstrauch pfeifengras . . .
Aus dem Gildenbrief Nr. 20, Juni 2007
Flöten-Wander-Wohlfühltage in Wessobrunn, Juni 2007
Mitgliederversammlung am 10./11. März in Augsburg
Zum zweiten Märzwochenende trudelten wir aus drei Himmelsrichtungen nach und
nach in der architektonisch reizvollen Stadt Augsburg ein. Das Wetter
spielte mit, und so konnten wir schon vor dem Treffen und auch hinterher die
Stadt mit ihrem reichen kulturellen Angebot erobern. Zum Beispiel traf sich
eine Gruppe am Samstag Vormittag im Leopold-Mozart-Haus, das erst kürzlich
modernisiert worden war. über Kopfhörer bekamen wir Erklärungen, und beim
Wechsel von einem Raum zum anderen wurde Musik eingespielt. Mich
interessierte besonders die Violinschule, für deren Erstellung Leopold
Mozart hervorragend geeignet war, weil er virtuos spielen konnte, ein guter
Lehrer und "gelehrter Musicus" war und auch "die Feder in der Gewalt" hatte.
Die berühmte Violinschule wurde in mehrere Sprachen übersetzt.
Wenn ich an unser Mitgliedertreffen selbst denke, fallen mir zuerst die
vielen erwartungsfrohen Augen ein, die uns begrüßten, als wir nach
anstrengender Vorstandssitzung zu der Versammlung stießen und es nun endlich
losgehen konnte. Die nächste Erinnerung, das sind Gespräche, die begannen
mit "Ach wir kennen uns doch....." oder "Wir kennen uns noch nicht. Woher
...." Dann war da der Kuchen, mehrere Sorten, einfach köstlich! Nach dieser
Stärkung gingen die Tagungsordnungspunkte (Rückblick, kleine
Satzungsänderungen, Ausblick, Wahlen) reibungslos über die Bühne. Und die
Versammlung ging fröhlich zum musikalischen Teil über. Ein schmackhaftes
Abendessen beschloss den Tag. Am nächsten Vormittag hatten wir noch einmal
reichlich Zeit, uns am gemeinsamen Musizieren zu erfreuen. Ein ursprünglich
geplantes Vorspielen im Gottesdienst war aus Gründen, die nicht von uns zu
vertreten waren, nicht zustande gekommen. So konnten wir uns entspannt dem
Spiel hingeben.
Erstaunlich, wie viele große Söhne der Stadt komponiert haben! Nicht nur Leopold Mozart stand auf unserem Programm, sondern auch der Erzieher der Fugger-Söhne Adam Gumpelzhaimer und J.Fischer Augsburgiensis, der eine Zeitlang das Amt des Stadtpfeifers innehatte. Die dreistimmigen Sätze des letzteren gefielen uns besonders gut. Hier kam der wohltuende Klang der tieferen Stimmen abwechslungsreich zum Ausdruck. Umgekehrt klang es auch sehr hübsch, als wir dem neunstimmigen Kanon von Betty Fernley, den einige im internationalen Bambusflötenkurs 2006 in Colchester kennengelernt hatten, als zehnte Stimme ein Sopranino hinzufügten.
Alles in allem, es war ein gelungenes Treffen. Wie schade, dass einige, die kommen wollten, verhindert waren! Ein besonderer Gruß an Euch. Vielleicht fahrt Ihr so mal hin. Augsburg ist eine Reise wert, und bestimmt werdet Ihr genauso liebevoll aufgenommen wie wir.
Ich freue mich schon auf unsere nächste Mitgliederversammlung im kommenden
Jahr vom 3. bis 5. Oktober 2008 in Berlin. Dort werden wir auch das 10 jähriges Jubiläum
der Bambusflötengilde in Deutschland e. V. feiern. Ideen dafür gibt es schon. Aber mehr wird noch nicht verraten.
Na, bis spätestens dann!
Dagmar Ravenschlag
Aus dem Gildenbrief Nr. 19, Februar 2007
Berlin
Es war einmal... So fangen alle Märchen an, doch dieses reicht bis in unsere Zeit und ist gerade hier in Berlin gegenwärtig.
Das Märchen war wieder einmal unterwegs zu den Menschen. Schon viele kleine und große Zuhörer hat es verzaubert.
Da traf es eines Tages zusammen mit der Bambusflöte und ihrer Klangsprache, die keine Worte braucht. Und seit der Zeit gehen diese beiden hier in Berlin und Brandenburg gemeinsam zu den Menschen, halten miteinander Zwiesprache und verführen so die Zuhörer in eine märchen-hafte Klangwelt.
Brigitte Schaller
P.S. 8.-25. November 2007 18. Berliner Märchentage "Von Löwenherzen und Räubertöchtern" Schwedische Märchen und Geschichten (mit Musik) zum 100. Geburtstag von Astrid Lindgren.
Wir machen uns schon Gedanken zum 10-jährigen Jubiläum der Gilde: Wie wärs mit einem Treffen am 3. - 5. Oktober 2008 in Berlin?
Eschwege
Nach erfolgreich abgelegter Prüfung zur Bambusflötenlehrerin bietet Marita Perels einen Bambusflötenbau und -spielkurs an:
Ort: Ev. Familienbildungsstätte ESW, An den Anlagen 14a, 37269 Eschwege
Zeit: Montag 16.07.07 bis Freitag 20.07.07 5 x 4 Std. 15.00 - 19.00 Uhr
Weimar
Die Bambusflötenfamilie bekommt "Nachwuchs" ! Wenn ihr diesen Brief in den Händen haltet, werden unter der Leitung von Anneliese Scholz an der Musikschule die Grundtöne fünf neuer Bambusflöten erklingen. Vielleicht können wir im nächsten Gildenbrief über die Erfahrungen in diesem fortlaufenden Kurs berichten.
Aus dem Gildenbrief Nr. 18, Oktober 2006
Colchester - Internationaler Sommerkurs 2006
Suchen - Fragen - Suchen - das waren die ersten Stunden in Colchester-University am
25.7.06., aber dann wussten wir Bescheid (wenigstens meistens), und es begann für uns ein abwechslungsreiches, arbeitsintensives, anregungsreiches und fröhliches Abenteuer.
Jede von uns hatte vorher unterschiedliche Kurse ausgewählt, und so waren wir den ganzen Tag über beschäftigt mit den verschiedensten Aktivitäten: Wir lernten neue Musik im gro&ßen Orchester und im kleinen Quartett kennen; Flöten wurden gebaut, und kleinen Holzfiguren (Limberjack) wurde das Tanzen beigebracht. Wir musizierten mit Gitarren-, Banjimer- und Gesangsbegleitung mit kleinen gymnastischen Unterbrechungen. Wir vier Volmarsteinerinnen freuten uns, wenn wir uns zwischendurch immer wieder trafen und einander von unseren Erlebnissen erzählen konnten.
Allerdings war die Verständigung mit Menschen aus 11 Nationen nicht immer einfach, doch die Offenheit und Unkompliziertheit aller "Pipers" machte es leicht, dass aus der anfänglichen Fremdheit ein herzliches Miteinander wurde.
Gespannt waren wir auf die Abende, die jeweils von verschiedenen Ländern gestaltet wurden. Wir erfuhren Besonderheiten über das jeweilige Land, hörten Musik von dort, sahen Bilder, tanzten, sangen, waren Zuschauer von humoristischen Darbietungen und durften landes-typische Spezialitäten probieren. Im Anschluss wurde meist noch lange getanzt und gesungen, bis sich schließlich einer nach dem andern müde in den "Turm" zum Schlafen zurückzog.
An einem freien Nachmittag hatten wir Zeit, Colchester mit seinem alten Schloss und den kleinen Innenstadtstraßen zu erkunden. An einem anderen Nachmittag wurden vier Fahrten angeboten, um die weitere Umgebung kennenzulernen: Fahrt ans Meer, Cambridge, Grafschaften Essex und Suffolk sowie Wanderung durch das Colne-Tal.
Sehr erfreut und dankbar waren wir für die abwechslungsreiche, schmackhafte und bekömmliche Verpflegung. Warum hat die englische Küche bloß so einen schlechten Ruf?
Mit vielen neuen Eindrücken und reichlich Notenmaterial machten wir uns auf die Heimfahrt.
Wir sind gespannt, wen wir in fünf Jahren in Frankreich wiedertreffen werden!
Elisabeth Hämer, Jutta Krüner, Sibylle Schmitz, Lieselotte Schneider aus Volmarstein
Berlin - Kaffeeklatsch mit Weltmusik
Am 9. September 06 lud die Zionsgemeinde in Berlin - Mitte zum diesjährigen Sommerfest ein. Traditionell tummeln sich vor und in der "Kirche auf dem Berge" viele Familien, freiwillige Helfer aus der Gemeinde und Gäste.
Das bunte Treiben bekam seinen besonderen Farbtupfer durch fröhliche Klänge von Bambusflöten, Gitarre und Percussionsinstrumente. Zu Kaffee und Kuchen spielte unser Berliner Trio "Sonccoyman" Musik aus Lateinamerika.
Zu unserem Repertoire gehören traditionelle Tänze und Lieder aus den Anden, aber auch spanische Kinderlieder, Barock und Jazz. Einige Lieder haben einen getragenen Charakter, man spürt die Weite der Gebirgszüge, die Klarheit der Luft und die Sehnsucht der Menschen, so auch das Lied "Sonccoyman", übersetzt aus der Inkasprache Quechua "ich liebe", nach dem sich unsere Gruppe benannt hat. Häufig leiten die Andenmelodien in einen sehr schnellen zweiten Teil über, genannt Huayno oder Fuga, welcher zwar große Fingerfertigkeit erfordert, aber dafür mitreißend klingt.
In unseren Arrangements orientieren wir uns an der Originalbesetzung: mit 2 Bambusflöten und Gitarre oder Charango spielen wir die Stimmen, die sonst Quenas, Violine, Mandoline und Gitarre übernehmen.
David Sandoval, selbst gebürtiger Peruaner, spielte für die anwesenden Gäste die Gitarrenstimme sehr souverän, besonders mit packendem, mitreißendem Rhythmus.
Die Bambusflöten, gespielt von Ursula Rothen und Frieda Hartmann, konnten sich über dem Zionskirchplatz gut behaupten, denn ihr leiser Klang trägt draußen gut. Natürlich wurden die Bambusflöten und Percussionsinstrumente von vielen bestaunt und ausprobieert, z.B. die "Pferdehufklappern" aus 2 Bambusenden oder das "Krokodil" (Mini-Guiro aus Bambus).
Ein besonderer Dank gilt Charo, einer peruanischen Freundin, die uns mit Tarcaspiel unterstützte. (Tarcas sind große Flöten aus Holzblöcken, sehr beliebt zum Karneval).

Und so hoffen wir, daß wir auch nächstes Mal große und kleine Fans begeistern können!
Frieda Hartmann
Die Bambusflöte
Eine Bambusflöte unterscheidet sich durch ihr Baumaterial und ihrem Klang von anderen Flöten. Es gibt verschiedene Bambusflöten. Manche sind größer, aber dafür auch tiefer und manche sind kleiner und höher in ihrem Ton. Man kann, wenn man eine Bambusflöte haben will, nicht einfach in einen Laden gehen und sagen: "Ich möchte eine Bambusflöte kaufen!", sondern man muss zu einem oder einer Bambusflötenlehrer/in gehen.
Bei dem Bau der Bambusflöte feilt, bohrt und sägt man viel an der eigenen Flöte.
Zum Schluss spielt man natürlich auf ihr. Zehn Minuten täglich zu üben wäre optimal. Wenn man allerdings auf einem Konzert ein kleines Stück vorspielen möchte, sollte man schon ein bisschen mehr üben !
Ich habe bisher (in 2 Unterrichtsjahren) 2 Bambusflöten gebaut: eine Altflöte und eine Tenorflöte. Jetzt möchte ich meine Tenorflöte mit einer Gravur oder einer Malerei verzieren.
Sophie, 11 Jahre
Wessobrunn
Ein kleines verschlafenes Dorf in Bayern, inmitten im malerischen Pfaffenwinkel im Voralpenland. Ungefähre Größe dieses Ortes: eine Hauptstraße, zwei Gasthäuser, eine Metzgerei, eine Bäckerei, eine Schmiede und ein Beauty Studio. Nicht zu vergessen: das Kloster der Missions-Benediktinerinnen!!
Dieses Kloster wurde von 14 Flötistinnen aus der Gegend des südlichen Wendekreises (sprich: Augsburg und Umgebung) im sommerlichen Juno in Besitz genommen. Auf dem Programm standen: flöten - wandern - musizieren - ausruhen - üben - viel und gut essen - neue Stücke einstudieren - ratschen - alte Stücke wiederholen - lachen - Noten lernen - schlafen - und spielen, spielen, spielen...
Die Teilnehmerinnen trudelten am ersten Tag zu verschiedenen Zeiten und aus verschiedenen Richtungen ein. Nach der ersten Orientierungsphase in dem riesigen Kloster, dem Koffer auspacken und dem Mittagessen griffen die ersten Flötistinnen schon mal zu ihren Instrumenten.
Wir hatten das zum Kloster gehörende "Gästehaus" fast komplett alleine zur Verfügung und so stand uns u.a. ein sonnig helles "Musikzimmer" zur Verfügung in dem wir alles stehen und liegen lassen konnten und unsere Instrumente jederzeit griffbereit hatten.
Wir waren nach langer Zeit mal wieder in voller Besetzung: vier Soprane, vier Altflöten, vier Tenöre, zwei Bässe! Da einige Spielerinnen mehrere Flöten beherrschen, konnten wir je nach Stück oder Klangvolumen die Lieder passend besetzen!
Am ersten Abend stand das Fußballspiel Deutschland gegen Polen auf dem Programm. Das von 14 Frauen nur zwei "fußballkundig" waren und einige der Damen zum erstenmal im Leben ein Spiel sahen, könnt ihr euch vorstellen, wie viele seltsame und erheiternde Fragen zu den Regeln gestellt wurden. So ging der erste Abend mit einem Sieg von Deutschland, viel Gelächter, einem gemeinsam gesungenen Abendlied und der Erwartung weiterer harmonischer Stunden zu Ende!
Am nächsten Tag wiederholten wir unsere allen bekannten und alte Volkslieder und jede für sich stellte fest, wo ihre Mängel und Stärken liegen und woran sie üben mussten. In dieser großen Besetzung konnten wir uns den Luxus von doppelchörigen Stücken leisten, worin wir in den folgenden Tagen unser Können festigen wollten.
Das ganze machte mir persönlich großen Spaß, bis dann Ilse in freudiger Erwartung und Vorfreude auf den vollendeten Klang uns Blätter vorlegte, bei denen ich im ersten Moment des Studierens der Noten gewillt war, eine offene Meuterei anzuzetteln: Eine Vertonung des Wessobrunner Gebets !!
Ja sag mal, fast vor jeder Note ein Vorzeichen im ständigen Wechsel!! Das hat meiner Meinung nach nichts mehr mit spielen zu tun, das gleicht mehr einem bayrischen "Fingerhakeln". Aber nein! Spaß beiseite... Das Wessobrunner Gebet, über 1200 Jahre alt und kulturgeschichtlich bedeutend in einem modernen Chorsatz von Leopold Katt, klingt aufs erste entsprechend. Doch beim zweiten, dritten, vierten mal spielen stellten wir fest, dass es wunderschön wohlklingend und durchaus spielbar ist. Wenn wir es denn dann mal richtig gut spielen können, wird es durchaus ein Stück werden, das in Kirchen und großen, weiten Räumen durchaus das Zeug zum "Gänsehaut-Faktor" hat. Wohl denn, machen wir uns an die Arbeit!!
Den Abend ließen wir ausklingen bei einem Gläschen Wein und dem Singen von Volksliedern, die alle irgendeinen Bezug zum Thema "Wasser" hatten.
Der nächste Tag war ausgefüllt mit Spielen und einem Ausflug in den nahe gelegenen, uralten, geheimnisvoll- mystischen, einzigen in Mitteleuropa noch bestehenden Eibenwald.
Zur Erklärung: Eiben werden gigantisch groß, hunderte von Jahren alt und sind die einzigen Nadelbäume die so giftig sind, dass man damit Vieh und Leute töten kann, bei unkundiger Handhabung. Da das Holz extrem biegbar ist, war und ist es begehrter Rohstoff für Armbrust, Pfeil und Bogen. Inwieweit das gerade im Mittelalter wichtig war, kann man sich denken.
Am nächsten Tag fanden wir uns gleich nach dem Frühstück wieder in unserem Musikzimmer ein.
Das viele üben machte sich doch langsam deutlich bemerkbar, was uns alle zu noch mehr Eifer anspornte, denn ein flüssiges, harmonisches miteinander Spielen ist doch etwas anderes, als in den Noten hilflos herumzustochern. Wir mussten zwar bei einigen Stücken erst überzeugt werden, dass wir das könnten, wenn wenige von uns sich etwas nicht auf Anhieb zutrauten. Doch durch die Ruhe und die Geduld und den oft bildhaften Erklärungen von Ilse verstanden wir langsam, worauf es ankam und konnten es auch umsetzen. Was ein bemerkenswertes Resultat zu Tage förderte, wenn man bedenkt, dass wir von völligen Anfängern bis zu Alleskönnern besetzt waren.
Beim Mittagessen wurde uns dann von Schwester Viktoria offenbart, dass Schwestern des Klosters heimlich gelauscht hatten und bei ihnen der Wunsch geweckt worden war, am nächsten Tag nach dem Gottesdienst ein klitzekleines Konzertchen aus unserem Repertoir zu bekommen. Nach der uns herzlich entgegengebrachten Gastfreundschaft der letzten Tage wollten wir ihr diesen Wunsch nicht abschlagen und stimmten zu. Nach der Mittagsruhe und einem kleinen Spaziergang machten wir uns ans Werk. Wir spielten alles durch, was wir alt und neu einstudiert hatten und trafen unsere Auswahl. Heraus kam doch eine beträchtliche Sammlung, die wir bis zum Abendessen ausgiebig übten. Nach dem Abendessen nahmen wir uns noch einmal das Wessobrunner Gebet vor, dessen sich allmählich entwickelnder Wohlklang uns immer mehr in Staunen versetzte. Auch vor wohlklingende Lieder hat Gott den Fleiß gesetzt!
Der nächste Tag brachte uns nach einem nächtlichen Gewitter wieder einen sonnigen Tag, den wir wieder mit üben - ruhen - spazieren - essen und ratschen verbrachten, natürlich erst, nachdem wir unser "Konzert" für die Schwestern noch einmal gemeinsam gefestigt hatten. Am Abend war es dann so weit. Die Schwestern hatten ihre Laudatio zu Ende gebracht und baten uns in ihre Kapelle. Erwartungsvolle Gesichter sahen uns entgegen, Stühle waren für uns bereitgestellt.
Wir spielten und waren selbst überrascht, wie gut es in dieser Kapelle klang, wie gut wir doch in der kurzen Zeit, die wir zusammen spielten, harmonisierten und dass wir es doch tatsächlich schafften, die Schwestern, die sich in ihrer Kirche doch sonst nur flüsternd und auf Zehenspitzen bewegen, uns applaudierten!! Das war für mich persönlich der schönste Dank und Abschluss der Tage.
Übrigens: wir haben uns bereits für nächstes Jahr angemeldet, Mittwoch bis Sonntag über Fronleichnam - 6. bis 10. Juni 2007 - wer interessiert ist, ist schon jetzt herzlich eingeladen!
Katharina-Maria Thoden-Bernkopf
Aus dem Gildenbrief Nr. 17, Juni 2006
Bericht: Bambusflötenmusik in der Bibliothekswerkstatt, Berlin - Sommer 2006
Augsburg
Vergnügte Musik beim Kneippverein, besinnliche Musik beim Weltgebetstag der Frauen, Texte und Musik auf Bambusflöten im Seniorenheim der Diakonissenanstalt, dazwischen regelmäßige Übungsstunden mit den drei Musiziergruppen, das ist der Bambusflöten-Alltag in Augsburg.
Ein "Highlight" ist im Kommen: Flöten-Wander-Wohlfühltage vom 14. bis 18. Juni im Gästehaus Kloster Wessobrunn, mit bis jetzt 13 angemeldeten Teilnehmerinnen ! Mindestens vier Stunden musizieren täglich, bei schlechtem Wetter und Bedarf noch mehr, als Chor und auch in Kleingruppen: Duo/Trio/ Quartett. Dazu Ausflüge in die Umgebung - der Ammersee liegt in erreichbarer Nähe - und relaxen.
An einem intensiven Bauwochenende im April sind vier Tenöre und zwei Bässe entstanden, und: zwei neue Gildenmitglieder sind zu begrüßen! Sabine Brachmann hat uns einen Bericht verfasst:
An zwei wunderschönen Frühlingstagen, dem 22. und 23. April, trafen sich sechs begeisterte und lernwillige Flötenbauschüler zusammen mit Ilse Benning im evangelischen Gemeindezentrum bei den Barfüßern.
Der Kurs sollte um neun Uhr früh beginnen. Nachdem manches Orientierungsproblem der ortsfremden Bambusneulinge überwunden war, konnte es losgehen. Zuerst gab uns Ilse Benning eine kleine Einführung über die Bambuspflanze. Sie erzählte, dass das Bambusflöten Bauen und Spielen ursprünglich aus England kam, und dass nach der ersten Gründung in Großbritannien im Jahr 1932 durch Margaret James, Bambusflötengilden in weiten Teilen Europas, den USA und sogar Japan, entstanden.
Nun war der Augenblick gekommen, wo sich jeder ein "unfertiges Rohr" aussuchen durfte. Es sollten vier Tenor- und zwei Bassflöten entstehen.Zuerst war der Schock groß, als es hieß, wir müssen mit riesigen, spitzen Rundraspeln die Wülste im Innern des Bambus zerstoßen und so gut wie möglich entfernen. Beruhigenderweise haben alle Rohre den Eingriff unbeschadet überstanden. Aber dieser erste Schritt zur fertigen Bambusflöte, war schon mächtig anstrengend, besonders für die Kleineren (Theresa ist 11) unter uns. Wir haben uns jedoch immer gegenseitig geholfen und außerdem gab es ja zum Mittag und am Nachmittag große, leckere Stärkung. Danke an Mama Zellner!
Mit neuer Kraft ging es nun zur nächsten Etappe. Wir zeichneten das Labium an und feilten es aus. Anschließend musste der Kork zugeschnitten und eingepasst werden. Nun war die Freude groß, denn der erste Ton unserer Flöten war geboren. Wir übten fleißig das richtige Anblasen, was gar nicht immer so leicht war. Langsam ging der Tag auch schon seinem Ende zu und wir verabredeten uns für morgen, gleiche Zeit, gleicher Ort.
Am Sonntag sollte die Flöte langsam zum Leben erweckt werden. Aber erst einmal musste unsere Lehrerin uns die geheimnisvollen Formeln zur Berechnung der Flötenlochabstände verraten. Nach diesen ermittelten wir dann, ganz individuell, je nach Länge und Durchmesser des Bambusrohrs die richtigen Maße. Nun war derjenige im Vorteil, der über ein ausgezeichnetes musikalisches Gehör verfügte. Die Löcher mussten in die richtige Größe gefeilt werden, denn jede kleine Veränderung des Durchmessers beeinflusste auch den Ton. Einige unter uns, die ihrem Gehör weniger vertrauten, stimmten "heimlich" mit dem Stimmgerät. Am Ende des Tages hatte jeder seine "richtigen Töne".
Endlich, nun war es soweit, wir hielten unsere fertigen Bambusflöten in den Händen. Wir waren alle mächtig stolz. Nach zwei kurzweiligen, arbeitsintensiven Tagen, hatten wir es geschafft!!!
Frau Benning hat uns gleich mit passenden Noten versorgt. Wir übten, unter viel Gelächter, unsere Stimmen und die am Anfang etwas schwierige Anblastechnik.
Wenn die neuen Flöten in Ruhe eingespielt sind, gibt es im Mai ein "Nachstimmtreffen" in Barbara Zellners Wochenendhaus. Nun hat das Bambusflötenfieber auch Augsburg fest in seinem Griff. Wir freuen uns aufs Wiedersehen!
Sabine Brachmann
Kurznachrichten aus Augsburg
Für den 3.01.2007 hatte ich zu einem nachweihnachtlichen Musizieren in den Barfüßergemeindesaal eingeladen. Es gibt so wunderschöne Weihnachtsmusik für fünf oder sechs Stimmen, die wollte ich einmal in einer größeren Gruppe probieren.
Es hat geklappt. Obwohl für manche der Termin nicht gepasst hat oder sonstige Verhinderungen vorlagen, sind wir zu neunt zusammengekommen: 2 Bassspielerinnen, eine Tenorspielerin und eine Altspielerin aus der Mittwochsgruppe, eine Altspielerin aus der Quartettgruppe, eine Sopranspielerin, die nicht regelmäßig zum Musizieren kommen kann, und mein Mann, der zwischen Sopran und Tenor wechselte. So konnten wir fünfstimmige Stücke von Michael Altenburg, Melchior Franck, Johann Eccard und Sätze zu volkstümlichen Weisen von Peter Moser und Walter Unger erarbeiten.
Durch den "Gruppenmix" war eine kleine Einstimmphase nötig, aber je länger je mehr erreichten wir den bekanntermaßen "himmlischen" Bambusflötensound, so dass der neu im Haus wohnende Pfarrer fand, wir sollten doch einmal bei ihm im Gottesdienst spielen...
Ob das nach der Mitgliederversammlung am 9./10./11. März wieder möglich sein wird?
Ilse Benning
Berlin
Für zwei Tage war ich in Berlin in der Rolle als Prüfungskommission. Anneliese Scholz ist von Ursula Rothen Kern zur Bambusflötenlehrerin ausgebildet worden. Die "Musikalische Prüfung" und "Flötenspiel" hatte sie schon im letzten Jahr abgelegt. Zwei Prüfungsteile standen noch aus: "Flötenbau" und "Musizieren mit Gruppen".
In vier Stunden musste Anneliese selbständig in Klausur eine Flöte bauen, anschließend
waren fehlerhafte Flöten zu korrigieren und bautechnische Fragen zu beantworten.
Kein Problem für Anneliese, die durch Ursula bestens vorbereitet war.
Zur Musizierprüfung hatte Ursula ihre Schüler/innen gebeten, Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Nicht alle hatten Zeit, zu kommen, aber es konnten doch alle vier Stimmen mindestens doppelt besetzt werden.
Mit großem pädagogischem Geschick studierte Anneliese Wim Bourghouts "Air" aus den "Vier Elementen" ein. Für sie, als erfahrene Musiklehrerin, war das der einfachere Teil der Prüfung.
Mit Saft, Kaffee und Kuchen wurde dann die frischgebackene Lehrerin für Bambusflöten Bau und Spiel gefeiert. Wir freuen uns sehr, dass die Bambusflöte jetzt auch in Weimar vertreten ist! Herzlichen Glückwunsch an Anneliese Scholz!
Die Gelegenheit, Berliner Gildenmitglieder zu treffen habe ich genutzt, zu unserer Mitgliederversammlung 2007 nach Augsburg einzuladen - die ersten Interessenten sind schon gefunden.
Den Rest des Tages haben Ursula und ich zusammen mit unserer Webmasterin die Gilden-Homepage noch einmal gründlich überarbeitet - herzlichen Dank an Jaecki, die bereitwillig auf unsere unterschiedlichsten Wünsche eingegangen ist.
Danke auch an unsere Präsidentin Ursula, auf der ja z.Zt. die Hauptlast der Vereinsarbeit liegt.
Ilse Benning
Vielfalt der Musik
Wöchentlich einmal treffen wir uns unter der Leitung von Ursula Rothen Kern zum Musizieren.
Anfang April regte sie an, dass wir uns doch einmal die Musikinstrumentenausstellung von Dr. Bernd H-J Eichler ansehen sollten. Gesagt - getan !
Ein gemeinsamer Termin wurde vereinbart, und wir erlebten 2 leider viel zu kurze Stunden in der Ausstellung. Herr Dr. Eichler hat seine private Sammlung bereits 1970 begonnen und konnte uns so einen umfangreichen Fundus präsentieren. Wir sahen und bestaunten Musikinstrumente aus den verschiedensten Musikkulturen. Von Maultrommeln, die ihren Ursprung bekanntlich schon in der Steinzeit hatten, bis hin zu modernen Harmonika- und Orgelinstrumenten. Die Auswahl von selbstgebauten Instrumenten veranlasste uns, Dr. Eichler die Bambusflöten nicht nur optisch, sondern selbstverständlich auch klanglich vorzustellen. Damit war sein Interesse für unsere Musikinstrumente geweckt. Er versprach, dass er die Bambusflötenwerkstatt an der Brunnenstraße einmal aufsucht (was er am nächsten Bauwochenende auch tat), um sich mit dem Bau und der Spielweise unserer Flöten näher vertraut zu machen. Somit haben nicht nur wir ein nachhaltiges Erlebnis gehabt, sondern gleichzeitig sicher einen neuen Liebhaber für unsere Instrumente gewonnen.
Renate Meier
Mehr Informationen zum Anliegen der Ausstellung und deren Initiator unter www.bhje.de.
Mein Praktikum
vom 9.-20. Januar 2006 bei Ursula Rothen Kern war sehr interessant. Ich konnte viel lernen z.B. wie Bambusflöten gebaut werden und wie man sie spielt. Auch die Flötenstunden mit verschiedenen Schülern waren lehrreich. Ich persönlich kann so ein Praktikum nur empfehlen.
Janine Mevius
Aus der Hausarbeit "Chance und Neubeginn" von Anneliese Scholz (2006)
Was war es, das mich so faszinierte? Als studierte Flötistin mit Pädagogenabschluss und Lehrer für musikalische Früherziehung, Musikgarten und Blockflöte, decke ich ein großes Feld im Musikschulbereich ab, und die Bambusflöte vereint diese Fächer in sich.
Die große Diskussion um Pisa - Studien, kompetenzübergreifendes Seminarfach, Ganztagsschulen hatte längst begonnen und hier "liegt es rum" - die sogenannte ganzheitliche Erziehung. Leider in Deutschland noch nicht bekannt. Aus diesem Grund sehe ich für die Musikschulen, Lehrkräfte und Schüler eine Chance im Beginn, dieses Instrument auch bei uns bekannt zu machen - ein Neubeginn für die Bambusflöte in Deutschland.
Ganzheitlichkeit. In den Schulen wurde extra das Seminarfach eingeführt, um den Schüler aufmerksam zu machen, dass ein Thema verschiedene Fächer miteinander verknüpfen kann. Bambusflötenbauen hat diese Ganzheitlichkeit: in Gemeinschaft wird gebaut und somit soziales Verhalten gefordert und trainiert. Das Bauen selbst verbindet die Fächer:
- Werken - das Bauen
- Musik - Erlernen des Spielens und Gehörbildung
- Kunsterziehung - Gestaltung der Flöte
- Mathematik - Errechnen der Maße
Aus der Broschüre "Kinder machen Bambusflöten" von Charlotte Blensdorf (1932)
Kein Dogma - nur ein Weg. Das Selbstanfertigen der Instrumente entspricht dem Wesen des Kindes. Es steht im Einklang mit dessen Art, sich Wesen und Wissen zu erobern. Eine Pforte zur Musik für alle Kinder ist somit gefunden. Und auf den rechten Beginn kommt es an, wohin auch immer der Weg nachher führen mag: zum rechten Hören und Schätzen - oder zum Ausführen großer Kunst durch das Mittel vollendeter Meisterinstrumente. Im Kinde baut sich eine zukünftige, der Musik wieder offene Welt. Hier ist ein Stein zum Bau des Fundaments - nun kommt's auf die Baumeister an.
Klangideal. Der Ton der aus naturgewachsenem Bambus selbst hergestellten Flöten gibt dem Kinde ein Klangideal, welches es lehrt, Qualität des Tones vor Quantität zu setzen. Der Klang des einzelnen Instruments ist zwar nicht laut, aber er trägt. Beim Spielen im Freien fällt das besonders auf. Es muss auf akustischen Gesetzen innerhalb des gewachsenen Rohres beruhen, warum die Bambusflöte eine der des Menschen ähnliche Stimme hat. Sie hat z.B. bedeutend klarere Töne als die Blockflöte und klingt kaum jemals so näselnd, wie diese es oft tut. Man kann sich von der lieblichen Kraft von 50 gleichzeitig gespielten Flöten keinen Begriff machen, wenn man es nicht einmal gehört hat. Die Menge zerstört nicht die Weichheit des Tones, sondern gibt im Gegenteil den Eindruck intensiver
Harmonie.
Finden und erfinden. Man erwarte nicht zuviel Erfolge auf einmal. Gibt die erste Flöte dem Kinde doch schon das Erlebnis des selbstgeschaffenen Tones, die Lust am weichen Klangcharakter, Anspruchslosigkeit und Selbstverständlichkeit des Musizierens und den Anreiz zum Selbstfinden und Erfinden. Ich habe Kinder, die niemals für die Klavier- und Geigenstunden übten, eine halbe Stunde an einem Baum lehnen sehen, wo sie mit unermüdlicher Geduld ihre Lieblingslieder heraussuchten. Und es war hübsch zu beobachten wie sie die Flöte neben dem Füllfederhalter auf der Brust oder in der Hosentasche trugen und beim Hinübergehen von einem zum anderen Gebäude der Schule eben ein bisschen bliesen.
Natürliche Gehörbildung. Die Stube schwirrt vom Grundton und den Tönen seiner näheren Umgebung. Nur gut, dass der Klang so weich ist; das Gewirr läßt sich ohne Schaden aushalten. Langsam folgt jedes Kind mit dem Ohr, wie sein Ton an die richtige Stelle gleitet. Immer wieder muss er zur Kontrolle angeblasen werden.
Nur wenige Groschen hat eine Bambusflöte gekostet. Und doch ist sie mehr wert für das Kind als ein teures Instrument, das fremde Hände angefertigt haben! Am eigenen Erlebnis entfaltet sich der Sinn für Qualität auch desjenigen Instrumentes, welchem sich späterhin das Kind vielleicht einmal zuwenden wird. Und so dient die primitive Flöte der Erziehung zum Verständnis guter Arbeit von Fachleuten: durch eigene Erfahrung zu verständnisvollem Tun und miterlebenden Genießen.
Zum Erwachsenenunterricht steht in derselben Publikation:
Handwerksgeist - Ausgleich für Erwachsene. Das Gelingen des Instruments hängt nämlich weniger von der Musikalität oder der Geschicklichkeit des Anfertigers ab als vielmehr von seiner Fähigkeit, sich in eine Sache zu vertiefen. In der Praxis sieht man öfter handwerklich Ausgebildete weniger gute Flöten machen als Leute, die außer der rechten Liebe zum Ding nichts weiter an Voraussetzungen mitbringen. Wie oft hört man beim Verteilen des Handwerkszeugs an Erwachsene. "Ich kann das nicht, ich bin zu ungeschickt!" Glücklicherweise korrigiert sich diese überzeugung von der eigenen Minderwertigkeit beim Fortgang der Arbeit bei den allermeisten von selbst. An dem Eifer und der Freude, welche die handwerkliche Betätigung bei Pädagogen aller Art auszulösen pflegt, erkennt man, dass in solchem Tun eine natürliche Medizin gegen zuviel Theorie, Einseitigkeit und deshalb Mangel an Innerem Gleichgewicht liegt.
Lehrerausbildung. Die Praxis der Idee, alle Arten Kinder zu interessieren durch die Vereinigung von Handwerk und Musik, steht noch in ihren Anfängen. (auch heute! Siehe weiter unten) Sie ist auf die wohlwollende Mitarbeit aller verständnisvollen Pädagogen angewiesen und wird sich gewiss noch sehr entwickeln und berichtigen lassen. Doch hat sie auch in ihrem jetzigen Stadium schon manches zu geben. Die Handfertigkeitslehrer und die Musiker an Lehrakademien und sozial-pädagogischen Seminarien sollten sich damit vertraut machen, einmal: um die Ausbildungsschüler selbst von der "Unmusikalität" zu heilen, zweitens: um ihnen ein verwendbares Instrument in die spätere Arbeit mitzugeben, und drittens: um ihnen einen erprobt leicht gangbaren Weg zum Musizieren mit den anvertrauten Kindern zu geben.
Im Bulletin der Schweizerischen Bambusflötengilde schrieb Danielle Foglia aus Genf im Juni 2000:
Erinnerung an Madame Charlotte Blendsdorf MacJannet
Charlotte Blendsdorf MacJannet hat uns am 27.November 1999 für immer verlassen.
Sie war es, die Trudi Biedermann (Pionierin der Bambusflötengilde in der Schweiz) auf Margaret James aufmerksam machte und sie veranlasste, in England mit ihr Kontakt aufzunehmen: So entstand Trudis erste Flöte.
Mit Charlotte MacJannet geht uns also eine Persönlichkeit verloren, die von Anbeginn engstens mit unserer Bambusflöte vertraut war.
Kürzlich wurde ich von der MacJannet-Stiftung ins "Prieure; de Talloires" (am See von Annecy / France) eingeladen, um dort einer Gedenkfeier für Charlotte MacJannet beizuwohnen.
Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich, dass das Ehepaar MacJannet, weil selbst kinderlos, diese Stiftung ins Leben gerufen hatte, damit ihr Gedankengut sie überleben möge. Es war den MacJannets ein Anliegen, den Jugendlichen, die sie im Prieure aufnahmen, den Sinn für Schönheit, Freundschaft, körperliche und geistige Harmonie auf ihren Lebensweg mitzugeben.Hinzu kam eine geistige Aufgeschlossenheit im interkulturellen Austausch mit ärzten, Literaten und Musikern, die im Prieure zu Gast waren, u.a. Jonesco, Gerda Alexander (Gründerin der Eutonie).
Bei Hitlers Machtergreifung im Jahre 1933 gab Charlotte MacJannet kurz entschlossen ihren deutschen Pass der Deutschen Gesandtschaft in Paris zurück, um sich von jenem Zeitpunkt an als Weltenbürgerin zu betrachten.
Ich erinnere mich, Charlotte MacJannet zweimal anläßlich von Gildewochenenden in Bern begegnet zu sein. Sie verhielt sich zurückhaltend unter uns, was sie nicht daran hinderte, reges Interesse an unseren Projekten zur Entwicklung der Bambusflöte zu bekunden und ihrer Freundschaft mit Trudi Biedermann Ausdruck zu geben: Zwei Rhythmikerinnen waren sich begegnet, die ihr ganzes Leben dafür einsetzten, ihre pädagogischen wie musikalischen Ideen und Werte weiterzugeben.
Übersetzung: Eva Sommer
Aus dem Gildenbrief Nr. 16, Februar 2006
Augsburg
Beinahe wäre es uns zu viel geworden mit den Auftritten in Altersheimen und bei den Weihnachtsfeiern verschiedener Organisationen, aber letztlich hat es doch Spaß gemacht.
Und das Üben fällt auch leichter, wenn ein Ziel vor Augen steht.
Die nächsten Ziele sind schon in Sichtweite: 17.02. Missionsveranstaltung in Maria Stern - inzwischen schon Tradition, 18.02. Mitgliederversammlung des Kneippvereins und der Weltgebetstag am 1. Freitag im März - Bambusflötenmusik ist gefragt.
In diesem Jahr sind wie 2005 wieder "Flöten-Wellness-Wandertage" geplant. Der Termin liegt schon fest: 14. bis 18. Juni. Über das Ziel müssen wir uns noch einig werden. Diesmal wird es wohl in der näheren Umgebung liegen. Wer Lust hat, mitzukommen, kann sich aber schon melden!
Unser Mitglied Barbara Zellner hat ihre Bambusflöte zu einem Musizierwochenende mitgenommen und auf Anhieb gleich sieben Interessenten für einen Baukurs gefunden.
Ort und Termin müssen noch gefunden werden, dann kann es losgehen. Wir freuen uns auf Zuwachs!
Ilse Benning
Bambusflöte und Märchen
Zu den Berliner Märchentagen, die jedes Jahr in Berlin für 2 Wochen stattfinden, haben Ursula Rothen und ich eine Zusammenarbeit erprobt, die viel Anklang fand. Die Märchentage 2005 waren Hans Christian Andersen zu seinem 200. Geburtstag gewidmet, und ich hatte mir "Däumelinchen" ausgesucht.
Das kleine Däumelinchen und die verschiedenen Tiere wurden während des Erzählens von Ursula in klanglichen Themen vorgestellt, und nach dem Märchenerzählen haben die Kinder nach den Klängen die Tiere erraten, was ihnen sehr gut gelang.
Dabei hat Ursula die Schüler mit den verschiedenen Arten der Bambusflöten bekannt gemacht, von dem Bauen unserer Instrumente erzählt und vielleicht den einen oder anderen angeregt, es selbst zu versuchen.
Für uns war es ein gelungener Einstieg, das Märchenerzählen mit der Bambusflöte zu verbinden.
Brigitte Schaller
"Menschen ohne Musik sind wie Bäume ohne Blätter"
Zum Spiel auf der Bambusflöte sind wir eigentlich rein zufällig gekommen.
Mit meiner Schulklasse hatte ich einen Projekttag, an dem die Kinder unter Anleitung von Ursula Rothen eine Kuckucksflöte herstellten. Alle waren mit viel Begeisterung bei der Sache und als Abschluss spielte uns Frau Rothen noch ein Stück auf der Tenor-Bambusflöte vor. Ich war von dem Klang dieses mir bisher unbekannten Instruments so begeistert, dass ich zu Hause meinem Mann davon vorschwärmte. Wir sind eine musikinteressierte Familie, die ein wenig Hausmusik macht. So war es nicht schwer, auch bei ihm Neugierde auf dieses besondere Instrument zu wecken.
An einem Wochenende feilten, sägten, schliffen und bohrten wir mit viel Eifer und es entstanden unter der hilfreichen Betreuung von Ursula Rothen unsere ersten Bass - und Tenorflöten. Wir probierten sie aus, hatten viel Freude am Klang dieser Instrumente, kamen aber nicht so recht voran in der Ausschöpfung der vielfältigen musikalischen Möglichkeiten der Flöten.
Aus diesem Grunde entschlossen wir uns regelmäßig einmal wöchentlich bei Frau Rothen Unterricht zu nehmen. Wir sind eine kleine Gruppe mit Spaß am Musizieren. Ein bisschen stolz sind wir, wenn unsere Lehrerin sagt: "Das klingt aber schön". Und wenn wir uns an etwas schwierigere Stücke heranwagen, sind wir für die hilfreichen Übungshinweise und ihre schier grenzenlose Geduld dankbar. Zweimal hatten wir auch bereits einen kleinen Auftritt, der uns viel Lampenfieber einbrachte, es klappte auch schon recht gut. Dabei wurde uns nachhaltig bewusst, dass diese Art von Musik nicht nur uns sondern auch unseren Zuhörern gefiel.
Wir empfinden den besonderen Klang der Bambusflöten einerseits als beruhigend und wohltuend für unsere Seele, gleichzeitig auch fröhlich und zuversichtlich.
Inzwischen haben wir mal wieder ein Wochenende gewerkelt und uns noch Altflöten, eine Sopranflöte und eine Sopranino gefertigt. Auch wenn wir keine großen Musiker sind, denken wir, dass die Freude am Musizieren und das Hören und Fühlen des besonderen Klanges der Bambusflöten unser Leben bereichert hat.
Also im Sinne von Christian Morgenstern: "Menschen ohne Musik sind wie Bäume ohne Blätter"
Welf & Renate Meier
Reise in die Hauptstadt geplant?
Für unternehmungslustige oder an Weiterbildung interessierte Gildemitglieder besteht die Möglichkeit einen Berlinaufenthalt zu buchen.
Meine Wohn- und Arbeitsorte befinden sich in der Nähe des alten Zentrums (Alexanderplatz, Dom, Synagoge, Hackesche Märkte, Museumsinsel).
Hier kann man auch in Bambusflötenliteratur stöbern, Unterricht hospitieren, Werkstatt besuchen und im Klangraum Zionskirche musizieren.
Herzlich willkommen!
Ursula Rothen
Düsseldorf
Musizierwochenende vom 6.-8.1.2006
16 BambusflötenspielerInnen aus der näheren und weiteren Umgebung (darunter 5 Volmarsteinerinnen) und sogar ein Teilnehmer aus England hatten sich für das Wochenende auf den Weg gemacht und freuten sich auf das Wiedersehen, Kennenlernen und gemeinsame Musizieren. Viel Freude machten uns u.a. die neuen Kompositionen von Anneke Swaak mit den Titeln Vogelzug, Morgenlicht, Frühlingskribbeln, Schwanengesang und Nebel.
Der Samstagvormittag war sehr aufregend - allerdings nur für Marita Perels aus Eschwege; denn für sie stand der letzte Teil ihrer Prüfung zur Bambusflötenlehrerin bevor. Nachdem Marita die bautechnische Prüfung im April 2004 absolviert, ihre schriftliche Hausarbeit vorgelegt und die spieltechnische Prüfung bestanden hatte, fehlte jetzt nur noch die praktische Prüfung in der Gruppenleitung. Am Samstagvormittag bekam die Kandidatin die Aufgabe, einen "Schieber-Tanz" mit der gesamten Gruppe einzuüben, was ihr problemlos gelang. Nach der Probe und einem Prüfungsgespräch konnten wir Marita als neue "Bambusflötenlehrerin" beglückwünschen.
Die neuen Noten, das gemeinsame Musizieren und der Austausch waren für uns alle eine Bereicherung, und so freuen wir uns schon darauf, wenn es im nächsten Jahr wieder heißt "Musizierwochenende zum Jahresbeginn in Düsseldorf".
Elisabeth Hämer
Großefehn/Leer
Das ostfriesische Ensemble, welches monatlich mindestens einen Auftritt vorwiegend in Gottesdiensten hat, wird in nächster Zeit um eine Teilnehmerin und weitere Bambusflöten, die noch gebaut werden sollen, erweitert.
Wir wünschen weiterhin viel Erfolg !
Tübingen
Am 2. Adventwochenende 2005 fand hier wieder ein kleiner Baukurs statt. Drei neue Instrumente bereichern jetzt die Probenarbeit und öffentlichen Auftritte des Tübinger Bambusflötenensembles unter Leitung der Kirchenmusikerin Renate von Streit. Im Konzert "Kinder musizieren für Kinder", an dem auch die Bambusflöten beteiligt waren, kamen in einem vollen Saal 355,00 Euro zusammen, die an eine Einrichtung in São Paulo zugunsten brasilianischer Kinder aus dortigen Elendsvierteln überwiesen wurden.
Vereinsarbeit
Am 3. Septemberwochenende tagte nach einem Jahr wieder der Vorstand der Bambusflötengilde in Deutschland e.V., diesmal in den großzügen und schönen Unterrichtsräumen von Ursula Rothen in Berlin-Mitte. Es galt eine umfangreiche Tagesordnung zu besprechen.
Besondere Schwerpunkte waren nebst den Planungen für den Internationalen Kurs in England und dem Gildenbrief Fragen zur Regionalisierung der Gildenarbeit und der Internetauftritt.
Am Samstagnachmittag wurde die Vorstandssitzung unterbrochen für einen besonderen Gast:
Bernhard Schimpf aus Berlin war eingeladen, um uns sein Elastophon vorzustellen. Dieses selbsterfundene Blasinstrument mit unbeschreiblichen Klangeigenschaften (teils einem Saxophon, einer Trompete oder einer Klarinette ähnlich) erregte unser Interesse. Wir waren vom Spektrum der verschiedenen Klangfarben und der Dynamik fasziniert. Herr Schimpf erklärte uns die Technik und schraubte sogar sein Instrument auseinander, so dass wir das Innenleben (gitarrenähnlich) sehen konnten und voller Bewunderung seiner Vorführung lauschten. Einige von uns - es waren auch noch weitere ZuhörerInnen anwesend - träumten schon vom Erwerb eines ca. 1000.- Euro teuren Elastophon.
Seit erstem Januar ist Ilse Benning für die Gildenfinanzen zuständig. Das neue Gildenkonto heißt:
Bambusflötengilde in Deutschland e.V.
Bankhaus Hafner
BLZ 72030227
Konto 45077005
Alle, die uns keine Einzugsermächtigung erteilt haben bitten wir, den Jahresbeitrag im März auf dieses neue Konto zu überweisen.
Nicht vergessen:
die nächste Vorstands- und Mitgliederversammlung findet am 10./11. März 2007 in Augsburg statt.
Elisabeth Hämer, Ursula Rothen
