>> Kurzsendung über Bambusflöten auf RBB und Info-Radio

Termine 2012

zionskirche

Jeden Montag
20.00-22.00 Uhr
Zionskirche Berlin-Mitte:
Zion-Acoustics: Flöten, Gesang, Orgel...
31.3.-1.4.
10.00-18.00
Bau-Wochenende in Berlin-Mitte, Brunnenstraße 35
(Anmeldung siehe Angebote)
13.-15. April
Musiziertage und Mitgliederversammlung in Weimar
14.-18. MaiHohenwart: 8. Flöten-Wander-Wohlfühltage
Verbindliche Anmeldung bis 15. Februar mit dem Anmeldeformular


  Internationaler Sommerkurs 2011 in Athis-Mons

130 BambusflötenspielerInnen aus 11 Ländern trafen sich in der letzten Juliwoche in einem Schulinternat südlich von Paris. Darunter waren 10 Deutsche. Die französische Bambusflötengilde hatte ein vielseitiges Programm für uns vorbereitet. In großen und kleinen Gruppen wurde musiziert, gebaut, getanzt, gesungen und Erfahrungen ausgetauscht.
Es war schön, alte Bekannte wieder zu treffen und neue Menschen kennen zu lernen. Die gemeinsame Freude an der Musik mit Bambusflöten überwand alle Sprachbarrieren, und auch bei den Mahlzeiten entstanden Kontakte in englischer, französischer und deutscher Sprache. Das Tagesprogramm wurde eingerahmt durch Flöten im großen Orchester am Morgen und Chorgesang am Abend, jeweils unter der Leitung von Pierre-Yves Le Tortorec, der es mit Geschick und Engagement verstand, uns zu einem harmonischen Klangkörper zu formen.
Zur Halbzeit standen für den Nachmittag drei verschiedene Schlossbesichtigungen auf dem Programm: Versailles, Fontainebleau und Vaux-le-Vicomte. Bei schönem Wetter lernten wir Baudenkmäler der französischen Geschichte kennen und waren besonders begeistert von den schönen Schlossgärten.
Jeden Abend wurden uns Überraschungen präsentiert. Am 1. Abend begrüßte uns Louis XIV nebst Gemahlin und Hofstaat und führte durchs Abendprogramm; ebenso am letzten Abend, an dem nach Ehrungen und Dankesworten zum gemeinsamen Umtrunk eingeladen wurde. Bei französischen Weinen, Saft und Plätzchen klang der Abend aus, und wir verabschiedeten uns in Vorfreude auf das nächste internationale Treffen 2016, das von Bambusflöten Schweiz in Kooperation mit unserer Gilde organisiert wird.

Sibylle Schmitz und Elisabeth Hämer aus Wetter-Volmarstein 


Das deutsche Team Das deutsche Team - nicht ganz komplett...
hinten: Karin aus Lahntal-Caldern, Sibille aus Volmarstein, Brigitte und Gerhard aus Berlin,
vorne: Ursula aus Berlin, Dagmar aus Hannover, Christiane aus Augsburg, Elisabeth aus Volmarstein, Ilse (und Dieter, der nicht drauf ist) aus Augsburg


...und die Teilnehmer an meinem Workshop "Halberweiterte Tenorflöten bauen" - mit vereinten Kräften hat es auch mit Verständigung geklappt:


Karin aus Deutschland
Krista aus USA
Natascha aus Griechenland
Roberto aus Italien
Helen aus der Schweiz
nicht auf dem Bild:
Marie-Paul aus Frankreich


mit herzlichen Grüßen, Ilse


  Meine Eindrücke vom Bambusflötenkurs 2011 in Athis-Mons

Ich hatte mich zum ersten Mal zu einem internationalen Kurs angemeldet und fuhr sehr neugierig zusammen mit Ilse und Dieter im TGV nach Paris. Schon bei der Ankunft war ich beeindruckt von der fantastischen Organisation. Jeder Teilnehmer erhielt einen Namensanstecker mit unterlegter Nationalflagge und eine Mappe mit zwei Notenheften für Orchester und Chor. Die Zimmer hatten statt Nummern Papieransichtskarten mit aufgedrucktem Namen an der Tür.
Wir konnten und sollten uns schon vorab für einzelne Workshops anmelden aus einem Angebot von 25 Kursen und einigen Baukursen. Ich hatte damit so einige Schwierigkeiten. Am meisten reizte mich das "Spielen von Präludien und Fugen von J.S.Bach, weil ich vom Chorsingen schon einige Bach-Kandaten kennen und lieben gelernt hatte. Ich bekam aber die schriftliche Mitteilung, dass die Bachbearbeitungen nur für erweiterte Flöten spielbar seien, ich sollte mir einen Ersatz aussuchen. Ich wählte "Interpredation", obwohl ich mir darunter nichts Kongretes vorstellen konnte. Ich wollte mich überraschen lassen.
Dazu hatte ich noch für "Tänze aus aller Welt" entschieden. Da hatte ich geflötete Tanzstücke erwartet, die wir auch in unserer Gruppe zu Hause verwenden könnten. Wieder falsch gedacht! Es sollte wirklich getanzt werden. Schnell studierte ich den Stundenplan und wechselte zur "Russischen Musik" mit der jungen, hochmusikalischen Niederländerin Mirte Lohmann. Das war wirklich ein Glücksgriff! Sie hatte Lieder der russischen Liturgie und kleine Stücke russischer Komponisten in einem Heft zusammengefasst. Sehr gut gefallen hat mir, dass sie beim Spielen sehr genau auf reine Intonation achtete. Um die Akustik einer Kathedrale zu simulieren, spielten wir sogar einmal im Treppenhaus.
Aber nochmal zurück zu Bach: Ilse meinte, ich solle mich nicht so leicht abwimmeln lassen, sondern ich solle da mal hingehen und mir die Noten anschauen, es könnten ja nur einzelne Töne sein, die mit meiner Flöte nicht spielbar wären. Also gut! Die französische Leiterin fühlte sich offensichtlich überrumpelt und erklärte mir - so weit ich sie verstand - dass sie 12 Teilnehmer hätte und eine 13. nicht brauchen könne. Diese Begründung verstand ich nicht und erwiderte, ich hätte kein Problem, die 13. zu sein. Es ging ihr aber darum, dass sie aus den 12 Bambusflötern drei Quartette bilden wollte, die dann eigenständig spielen sollten. Das eine Mal durfte ich wenigsten mitspielen. am Ende der Woche erfuhr ich, dass das mit den Quartetten gar nicht funktioniert hat, na ja!
Ich beteiligte mich also an dem Interpretations-Workshop bei einem französischen Gastlehrer mit griechischem Namen, einem virtuosen Flötenspieler (und sehr begabten Schauspieler). So erklärte er z.B.: der Ton gleicht einem Pfeil und wir könnten ihn beeinflussen, wie weit er reichen soll. Um das anschaulich zu demonstrieren, sprang er mit ausgestrecktem Arm als Pfeil diagonal durch's Klassenzimmer. Diese übung gefiel ihm so gut, dass er sie gleich mehrmals wiederholte. Ein weiterer Schwerpunkt war die Verzierung der Sopranstimme in der Barockmusik mit Trillern und verschiedenen Vorschlägen. Er konnte das perfekt vorspielen, meine eigenen Versuche gerieten eher kläglich. Für mich und meine Altflöte war das nicht so interessant.
Jeder Tag begann mit der Orchesterprobe im großen Saal. Der sehr engagierte Dirigent, ein Professor aus Rennes, hatte französische Chansons für Bambusflöten bearbeitet, gespickt mit schwierigen Synkopen und chromatischen Läufen, die anfangs zielich schräg klangen. Monsieur LeTortorec probte mit pädagogischem Geschick und vollem Körpereinsatz und wurde nicht müde, schwierige Stellen so lange vorzu singen ( mit volltönendem Bariton), bis wir sie im Ohr hatten. Am Ende der Woche klang das Orchester dann richtig gut. Ein Bach-Notenheft habe ich mir gekauft, vielleicht können wir in Augsburg einmal daraus spielen!

Christiane Schiller, Augsburg 


  Flöten-Wander Wohlfühltage in der Oase Steinerskirchen - 20. bis 24. Juni


...ganz vielen Dank für die schöne, aufbauende Zeit in der "Oase". Es war eine herrliche Woche, es ist nichts zu kurz gekommen, ich habe wieder einiges gelernt, viel frische Luft geatmet und gute Erfahrungen in der Gemeinschaft erfahren und gesammelt... Gabi

Ich habe ja schon im vergangenen Jahr die Flöten-Wander-Wohlfühltage kennengelernt, und da es mit dem Wohlfühlen so gut geklappt hat, war ich auch in diesem Jahr wieder dabei.
"Oase Steinerskirchen" steht da auf dem Hinweisschild, und wenn man aus der Großstadt dort ankommt, bei herrlichsten Juniwetter, dann fühlt man sich tatsächlich wie in einer Oase - weder Bahn- noch Busanschluss, kein Shoppingcenter (nicht einmal ein Tante- Emma- Laden), selbst das Handy funktioniert nicht mehr, dafür schwelgerische Natur mit bunter Blumenpracht, schwere Ähren, wie ich sie in der märkischen Sandlandschaft noch nicht gesehen habe und Kirschbäume, die eine besondere Art kleiner Süßkirschen überall zur freien Verfügung stellten. Und in solch einer Umgebung macht das Flötespielen in geselliger Runde natürlich viel Spaß. Und doch - plötzlich entwickelt sich aus unterschiedlicher Auffassung über die Erarbeitung der vorbereiteten Übungsstücke eine Unstimmigkeit, die ich in diesem harmonischen Umfeld fast beängstigend empfand, bis - sieh doch mal aus dem Fenster - dort hatte sich ein spektakulärer Sonnenuntergang entwickelt, purpurrot leuchtete der Himmel in unseren Übungsraum. Und als nach wenigen Minuten das Ereignis abgeklungen war, war alles wieder Einklang und Harmonie, für mich war das ein besonderes Erlebnis.
Das ganze Anwesen - Kirche, Kloster, Begegnungszentrum - hat mich schon sehr beeindruckt, wohl auch, weil von diesem Ort vor mehr als tausend Jahren die christliche Missionierung des gesamten Umlandes ausgegangen sein soll, irische Mönche hatten sich hier niedergelassen und auch die erste steinerne Kirche errichtet, daher der Ortsname. Und trotz der ausgezeichneten Lage in fruchtbarer Landschaft, in der Nähe einer ergibigen Quelle, hat sich auch nicht die kleinste Ortschaft entwickelt.
Das gemeinsame Musizieren, zum Abschluß in der geschichtsträchtigen Kirche, die Spaziergänge in die Umgebung, der Besuch des Kelten-Römer-Museums in Manching - ich habe mich in den wenigen Tagen sehr wohlgefühlt und bedanke mich nochmals herzlich für die Einladung.

Gerne denke ich an die schönen Tage mit Euch zurück.
Die einsame Bahnfahrt, vor der mir gegraut hat, habe ich gut überstanden.
Ihr habt mich Fremdling so nett in Eure Runde aufgenommen ! Wohlfühlen pur!!
Nach 10 Jahren Tenor-Flöte wieder Alt zu spielen, war eine echte Herausforderung für mich, hat aber Spaß gemacht.

Die Wanderungen mit Dieter durch die wunderbar friedliche Landschaft, Getreidefelder in allen Farben und Reifegraden.....
Und Kirschen, Kirschen, Kirschen..... die süßen Früchte haben mir gut ein Kilo an "Gewichtigkeit" eingebracht !
Der Ausflug zur Keltenaustellung war toll, hoch interessant und lehrreich.
Nicht zu vergessen die wunderschöne alte Kirche und die Atmosphäre des Hauses.
Ein dickes DANKE an Ilse und Dieter und alle Mitflöter.
Auf Wiedersehen im nächsten Jahr ?????
Liebe Grüße aus Graz - Sunna